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Mit Konstanz zum Titelhattrick

Geräteturner Andreas Gasser hat zum dritten Mal in Folge die Mittellandmeisterschaften gewonnen. Der Schweizer Meister aus Belp verwies Christoph Schärer um 0,2 Punkte auf Rang 2.

Konzentriert: Andreas Gasser erhielt am Barren die beste Note.
Konzentriert: Andreas Gasser erhielt am Barren die beste Note.
Max Füri

Podeste zu besteigen, ist am schönsten, wenn man bis aufs oberste Treppchen klettern darf. Das weiss auch Andreas Gasser, denn der Rekord-Schweizer-Meister hat Übung darin, seine Preise zuoberst auf dem Podest entgegenzunehmen. Dieses Privileg sollte ihm auch an der Mittellandmeisterschaft in Münchenbuchsee beschieden sein.

Die Wettkämpfe auf der Sportanlage Bodenacker bildeten den Auftakt in die neue Saison. Entsprechend ist bei den Athletinnen und Athleten noch Steigerungspotenzial vorhanden. Unter diesen Umständen war Andreas Gasser jedoch sehr zufrieden mit seiner Leistung. Am Sprung und am Barren erturnte er sich jeweils die Tagesbestwerte von 9,65 beziehungsweise 9,80. Und an keinem Gerät wurde er tiefer bewertet als mit 9,40.

Diese Konstanz bei allen Geräten war nötig, denn Christoph Schärer blieb Gasser während des gesamten Wettkampfs auf den Fersen. An seinem Paradegerät Reck holte der zweifache EM-Bronzemedaillengewinner 0,2 Punkte auf, ansonsten wurden Gassers Darbietungen entweder gleich oder minim besser bewertet. «Man benötigt immer auch etwas Glück», sagte Gasser und fügte lachend an: «Und man muss die Punktrichter auf seiner Seite haben.» Das hatte der Belper in Münchenbuchsee, denn am Ende trennten Gasser und Schärer lediglich 0,2 Punkte.

Für den 35-Jährigen ist es der dritte Erfolg an den Mittellandmeisterschaften in Serie, denn bereits vor zwei Jahren in Wünnewil sowie letztes Jahr in Münsingen war er zuoberst auf dem Podest gestanden. «Ich wusste, dass ich sicher vorne mitturnen werde», sagte Gasser, «aber ich hätte nicht unbedingt erwartet, dass ich gewinnen würde.» Er habe immer geschaut, dass er in Form bleibe, sagte Gasser. Aber Zeit, an den Übungen zu feilen, hatte der Bauingenieur nicht.

Am nächsten Wochenende finden in Thun die Oberländischen Gerätemeisterschaften statt, und eine Woche später werden in Kerzers die Kantonalmeister gekürt. «Ich hoffe natürlich, dass ich dort meine gute Leistung bestätigen kann», sagte Gasser.

Angst vor den Ringen

Auch bei den Frauen jubelte die gleiche Turnerin über den Sieg wie im letzten Jahr. Anders als vor Jahresfrist musste sich Julia Heiniger vom Gym Center Emme den Erfolg in Münchenbuchsee nicht mit einer Konkurrentin teilen. Auf ihre Teamkollegin Svenia Ruffiner erturnte sie sich über vier Geräte einen Vorsprung von 0,85 Punkten. Sie habe sich einige Zeit auf diesen Wettkampf vor­bereitet, sagte Heiniger. «Das hat sich nun ausbezahlt.»

Die 18-Jährige erzählte, dass sie zu Beginn an den Ringen etwas Angst gehabt habe, da diese ungewöhnlich lang gewesen seien. Sie merkte dann aber bald, dass sie ihre Übung wie geplant turnen kann, und erhielt an diesem Gerät gar die mit Abstand beste Bewertung. «Dann lief es mir einfach.»

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