Medaillenregen für die Schweizer Ruderer

Michael Schmid und Jeannine Gmelin sorgen für die ersten Schweizer Siege an den European Championships. Auch Merz/Rol sowie Röösli rudern erfolgreich.

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Die Schweizer Ruderer haben an den Europameisterschaften in Glasgow gross aufgetrumpft und insgesamt vier Medaillen gewonnen. Für den goldenen Abschluss sorgte im schweren Einer wie erwartet Jeannine Gmelin, die sich zum ersten Mal den EM-Titel sicherte.

Die als Topfavoritin gestartete Gmelin zeigte zwar ihr gemäss eigenen Aussagen «schlechtestes Rennen der Saison», zum Gewinn der Goldmedaille reichte es der 28-jährigen Ustermerin dennoch mehr oder weniger souverän. Zumindest feierte sie standesgemäss einen Start-Ziel-Sieg.

Gmelin ist seit dem 5. Rang an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro vor zwei Jahren ungeschlagen. Seither wurde die Zürcherin Weltmeisterin und Gesamtweltcup-Siegerin. Der Titel in Glasgow war aber eine Premiere: 2016 und 2017 fehlte Gmelin an den kontinentalen Titelkämpfen aus gesundheitlichen Gründen, 2015 hatte sie Silber gewonnen.

Erfolgreiche Titelverteidigung

Vor Gmelin hatten in Glasgow bereits Michael Schmid mit Gold im leichten Einer, Roman Röösli mit Bronze im schweren Einer und Patrizia Merz/Frédérique Rol mit Bronze im leichten Doppelzweier Medaillen für die Schweiz gewonnen.

Schmid setzte sich souverän vor dem Italiener Martino Goretti und dem Briten Samuel Mottram durch und verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich. Der 30-jährige Luzerner wurde damit seiner Favoritenrolle gerecht und hielt auch dem Druck stand, nachdem es ihm im Vorlauf (2. in seiner Serie) nicht optimal gelaufen war und in den Halbfinals die Startanlage gestreikt hatte.

Vor einem Jahr hatte Schmid, der vor einem knappen Monat in Luzern auch den Heim-Weltcup für sich entschieden hat, im tschechischen Racice seine erste Goldmedaille an Europameisterschaften gewonnen.

Zentimeter-Entscheidung und Aufholjagd

Mit Merz/Rol und Röösli stachen weitere Schweizer Trümpfe. Der 3. Rang von Patrizia Merz und Frédérique Rol hinter dem niederländischen und dem polnischen Boot war eine Überraschung. Die beiden 25-Jährigen verwiesen in der olympischen Disziplin nach einer überaus spannenden Entscheidung die rumänischen Weltmeisterinnen um 22 Hundertstel auf Platz 4.

Röösli lag lange Zeit nur auf Platz 5. Auf der zweiten Streckenhälfte legte der 24-jährige Luzerner aber zu und schob sich noch auf den Bronze-Platz. Röösli musste sich nur den Olympia-Medaillengewinnern Kjetil Borch aus Norwegen und Mindaugas Griskonis aus Litauen geschlagen geben.

Als einzige Schweizer Finalisten blieben Nico Stahlberg und Barnabé Delarze ohne Medaille. Sie klassierten sich im schweren Doppelzweier auf Platz 5.

Die Schweizer Ruderer sicherten der Schweiz an den European Championships in Glasgow die Medaillen 3 bis 6. Zuvor hatten die Radrennfahrer auf der Bahn Silber in der Mannschaftsverfolgung und Bronze durch Tristan Marguet im Scratch gewonnen.

sda

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