Kreativität ist gefragt

Sportlich läuft es bei Volley Köniz rund; bisher hat das Team alle Spiele für sich entschieden und nur einen Satz verloren. Weniger erfreulich sieht es allerdings auf der Spielerinnenbank aus.

Die Sprungkraft Erica Wilsons ist auch gegen Franches-Monta­gnes gefragt.

Die Sprungkraft Erica Wilsons ist auch gegen Franches-Monta­gnes gefragt.

(Bild: Raphael Moser)

«Wir sind ohne Frage gut gestartet», sagt Han Abbing, Trainer von Volley Köniz, und gesteht sogleich ein: «Nur mit der Gesundheit hapert es.» In der Tat: Wegen einer Fussverletzung ist Zoé Vergé-Dépré in dieser Saison noch gar nicht zum Einsatz gekommen, Laura Sirucek kehrt gerade erst aus einer Verletzungspause zurück, Renata de Jesus Benedito zog sich vor dem letzten Spiel im Training an der Hand eine Fleischwunde zu, und auch Alessandra dos Santos ist noch angeschlagen.

Laut Aussenangreiferin Laura Sirucek handelt es sich um eine Reihe ungünstiger Zufälle: «Kleinere Verletzungen und Muskelbeschwerden sind im Spitzensport normal. Bei uns kommen jetzt einfach gerade alle auf einmal.»

Nicht zu viel Risiko

Momentan hätten es seine Spielerinnen nicht leicht, sagt der Coach. «Es gibt kaum eine normale Trainingswoche», ergänzt Abbing, es gehe alles Schlag auf Schlag. Dies macht es für ihn nicht immer einfach. Es ist ihm wichtig, qualitativ gut zu trainieren, gleichzeitig darf er aber nicht zu viel von den Spielerinnen verlangen. Bloss nicht zu viel Risiko, das ist jetzt laut dem Holländer das Wichtigste: «Die Saison hat schliesslich erst angefangen, wir haben noch viel vor uns.»

So sieht es auch Laura Sirucek. Im Moment werde streng und hart trainiert, aber so müsse es sein. «Die entscheidende Meisterschaftsphase ist von Februar bis April. Dann wollen wir hundert Prozent bereit sein.» Und dazu gehöre eben auch eine solide Vorbereitung, sagt Sirucek.

So gut wie nur möglich aufstellen und «mal gucken» lautet die Devise des Trainers für das Spiel gegen Franches-Monta­gnes am heutigen Samstag. «Wir müssen kreativ sein und das Beste aus dem machen, was uns zur Verfügung steht.» Konkret will Köniz erneut auf die aufstrebende Mittelblockerin Xenia Staffelbach zählen.

Und auch die Amerikanerin Eri­ca Wilson soll wieder zum Zug kommen. Auf der neuen Position fehle Wilson allerdings noch die Routine, meint Abbing. Der Trainer von Volley Köniz ist aber überzeugt, dass Wilson für das Team immer eine wichtigere Rolle spielen wird.

Abbing erwartet enges Spiel

«Wie bereits gegen Cheseaux erwartet der Coach auch gegen Franches-Montagnes eine enge Partie. Daher sei es wichtig, dafür zu sorgen, dass sich die Könizerinnen besser als der Gegner durchsetzen könnten. «Um zu gewinnen, müssen wir konsequenter und souveräner sein als unser Gegenüber.»

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