Köniz serviert den Aufsteiger Luzern ab

Köniz hat Rückkehrerin Linda Kronenberg ein ernüchterndes Wiedersehen bereitet: Der Berner Vorortsklub besiegte den Aufsteiger FC Luzern 3:0 (25:9, 25:21, 25:15).

Muskelkater im Schlagarm: Die Könizerin Sabel Moffett punktete gegen Luzern sowohl mit Schmetterbällen als auch mit Aufschlägen.

Muskelkater im Schlagarm: Die Könizerin Sabel Moffett punktete gegen Luzern sowohl mit Schmetterbällen als auch mit Aufschlägen.

(Bild: Christian Pfander)

Wenn die Könizer Mittelblockerin Sabel Moffett heute Muskelkater im rechten Schlagarm hat, könnte es sein, dass der Schmerz von ihrer Serviceserie am Sonntag gegen den FC Luzern herrührt. Die morgen ihren 26.Geburtstag feiernde Kalifornierin ging im ersten Satz beim Stand von 5:3 für Köniz hinter die Grundlinie und servierte. Und servierte. 6:3, 7:3, 8:3, 9:3, 10:3, 11:3, 12:3, 13:3, 14:3, 15:3, 16:3 – der bedauernswerte Aufsteiger aus der Innerschweiz konnte das Aufschlagsrecht minutenlang nicht mehr zurückgewinnen. Erst als ein Schmetterball von Köniz-Captain Anika Schulz im Netz gelandet war, leuchtete für die Luzerner endlich die «4» auf der Anzeigetafel auf.

Luzern bezahlt Lehrgeld

«Als Aufsteiger bezahlen wir heuer vor allem im ersten Satz Lehrgeld», sagte die Luzerner Aussenangreiferin Linda Kronenberg nach dem 0:3 (9:25, 21:25, 15:25) gegen Köniz. Schon in der zweiten Runde gegen Kanti Schaffhausen (7:25, 22:25, 25:27) sei das unerfahrene Team im ersten Durchgang überfahren worden, meinte Kronenberg, die in der vergangenen Saison mit Köniz die Bronzemedaille gewonnen hatte. Sie habe festgestellt, sagte Kronenberg, dass das Könizer Team im Vergleich zur letzten Saison nicht unbedingt spielstärker geworden sei, aber viel besser zusammenarbeite. «Da standen nicht mehr Individualisten auf dem Platz, es war ein funktionierendes Kollektiv.»

Feuer brannte nur 2 Sätze lang

Guillermo Gallardo war nach dem Pflichtsieg im Grossen und Ganzen zufrieden, auch wenn der 43 Jahre alte Argentinier herausstrich, dass ihm die Körpersprache seiner Spielerinnen im zweiten Satz lange Zeit nicht gefallen habe. «Ich vermisste in dieser Phase das nötige Feuer im Team», sagte Gallardo. In der zweiten, etwas längeren Pause gelang es dem Könizer Teamchef offensichtlich, seine Schützlinge wachzurütteln. «Die Reaktion im dritten Satz hat mir gut gefallen. Auch wenn der Gegner nicht besonders stark war, wir haben ihn ohne Satzverlust besiegen können, und das ist im Hinblick auf stärkere Konkurrenten wie am nächsten Samstag Kanti Schaffhausen wichtig», resümierte Gallardo.

Sarina Schafflützel war erleichtert, dass Gallardos Vorgaben grosso modo eingehalten wurden. «Der Trainer verlangte von uns, dass wir gegen Luzern das gewohnte Rendement abrufen. Er forderte uns auch auf, uns nicht dem spielerischen Niveau des Gegners anzupassen. Das ist uns in den Sätzen eins und drei gelungen», sagte die Könizer Aussenangreiferin.

Berner Zeitung

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