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Königin – auch im Reich der Zäune

Orientierungsläuferin Simone Niggli gewinnt im Sprint von Sotkamo ihre 21.WM-Goldmedaille. Judith Wyder kostet ein «Sekundenbruchteil» der Unaufmerksamkeit Bronze.

Goldsprint im Baseballstadion: Simone Niggli findet einmal mehr den schnellsten Weg ins Ziel.
Goldsprint im Baseballstadion: Simone Niggli findet einmal mehr den schnellsten Weg ins Ziel.
Keystone

Finnen sind kreativ. Im Bestreben, den Orientierungsläufern an deren WM rund um die nordische Skistation Vuokatti eine anspruchsvolle Sprintkonkurrenz zu bieten, haben sie das Dorf Sotkamo mit Holzzäunen versehen. «Sie mussten etwas tun, weil sie keine verwinkelten ‹Altstädtli› haben», resümiert Simone Niggli, die Organisatoren für deren Innovation lobend. Die Münsingerin vermochten die Zäune nicht aufzuhalten; vermutlich wäre dies auch nicht gelungen, hätten sich die Veranstalter für Berge statt Zäune entschieden. Auf 8 Sekunden beläuft sich die Differenz zwischen der 35-Jährigen und der zweitklassierten Schwedin Annika Billstam. Nur 8 Sekunden, ist man zu schreiben geneigt, waren es doch nach der Hälfte des Pensums deren 22 gewesen. Die nunmehr 21-fache Weltmeisterin weiss, wo die Zeit liegen geblieben ist: «Kurz vor Schluss sah ich einen Durchgang nicht. Ich musste anhalten und auf die Karte schauen.» Was sie auch weiss: Ein falscher Entscheid kann in einer solchen Situation fatale Folgen haben.

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