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Kilian Wenger mit erstem Saisonsieg

Mit einem hochgezogenen Kurzzug entscheidet Kilian Wenger in der fünften Minute den Schlussgang beim Abendschwinget Frutigen gegen Bernhard Kämpf und realisiert damit seinen ersten Saisonsieg.

Um mit Gerber: Im ersten Gang stellte der spätere Sieger Kilian Wenger den chancenlosen Christian Gerber über den Kopf zum Resultat.
Um mit Gerber: Im ersten Gang stellte der spätere Sieger Kilian Wenger den chancenlosen Christian Gerber über den Kopf zum Resultat.
zvg/Linda Bühler

Seine Siegesabsichten zeigte Ki­lian Wenger schon im ersten Gang gegen den starken Emmentaler Christian Gerber. Nicht wie von ihm gewohnt auf seinen gefährlichen Kurzzug vertrauend, sprengte «Kilä» seinen Gegner zu Boden und stellte den chancenlosen Gerber über den Kopf zum gültigen Resultat.

Nach einem weiteren Sieg gegen Gustav Steffen wurde Kilian Wenger zusammen mit dem starken Sigriswiler Bernhard Kämpf eingeteilt. In einem kraftbetonten Gang neutralisierten sich die beiden Spitzenschwinger gegenseitig. Mit Siegen gegen Florian Weyermann und Fritz Ramseier qualifizierte sich Kilian Wenger für den Schlussgang.

Bernhard Kämpf, der Andreas Schletti und Urs Schütz mit der Maximalnote bezwingen konnte, stieg sogar mit einem Viertelpunkt Vorsprung in den Schlussgang. Zur Freude der zahlreichen Zuschauer zeigten beide Schwinger einen äusserst angriffigen Gang. Beide Kontrahenten riskierten Kopf und Kragen und suchten vehement den Sieg.

«Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden. Dass ich im Schlussgang Bernhard besiegen konnte, zeigt mir, dass mein Fahrplan in Hinsicht auf die nun beginnenden Kranzfeste stimmt. Dieser Sieg gibt die richtige Motivation für die Kranzfeste.» So beschreibt Kilian Wenger seinen Sieg beim Abendschwinget in der Reithalle Schmid in Frutigen.

Favoriten nähern sich Topform

Nebst den beiden Schlussgangteilnehmern zeigten die übrigen Oberländer Spitzenschwinger, dass sie sich Schritt für Schritt der gewünschten Bestform nähern. Simon Anderegg hat seinen Trainingsrückstand sozusagen wettgemacht. Einzig im gestellten Gang gegen Lorenz Waber liess der Meiringer seine gewohnte Spritzigkeit noch etwas vermissen.

Daneben bot der Cousin von Schwingerkönig Matthias Glarner eine sehenswerte Leistung. Wie Anderegg zeigte ebenfalls Matthias Glarner aufsteigende Tendenz. Wer den frischgebackenen Schwingerkönig kennt, weiss sowieso, dass sich Glarner wie kein zweiter auf die Saisonhöhepunkte fokussieren kann.

Die gestellten Gänge von Glarner gegen Simon Mathys, Hanspeter Luginbühl und Ruedi Roschi dürfen dabei nicht überbewertet werde. Alle drei Schwinger sind für ihre Stärke bekannt und gelten als wichtige Teamstützen im starken Berner Verband.

Einzig der anwesende Emmentaler «Eidgenosse» Philipp Reusser scheint im Moment etwas von seiner Durchschlagskraft eingebüsst zu haben. Anders sind die vier gestellten Gänge nicht zu erklären.

Junge bestätigen sich

In den Reihen der Oberländer Schwinger stehen Nachwuchshoffnungen, die sich Schritt für Schritt der Spitze annähern und sich zu Topathleten entwickeln. Wiederum zeigte dabei der Hasliberger Turnerschwinger Kilian von Weissenfluh eine starke Leistung und hatte sogar die Chance, sich für den Schlussgang zu qualifizieren. Er verfehlte dieses Vorhaben mit einem gestellten Gang gegen Philipp Reusser.

Wie von Weissenfluh zeigte ebenfalls Jan Wittwer eine sehenswerte Leistung. Wittwer blieb ohne Niederlage und musste die Punkte nur gegen die Kranzschwinger Philipp Reusser, Kilian Wyss und Stefan von Büren teilen. Aufhorchen lassen ebenfalls die Leistungen von Andreas Schletti, Dominic Willener, John Grossen und Reto Hehlen.

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