Kein Vorbeikommen an Schurter

Nur einer war am Swiss Bike Cup in ­Solothurn schneller als der Berner Mathias Flückiger: Überflieger Nino Schurter.

Mathias Flückiger (vorne) führt hier noch, am Ende siegte aber wieder Nino Schurter (r.).

Mathias Flückiger (vorne) führt hier noch, am Ende siegte aber wieder Nino Schurter (r.).

(Bild: Armin M. Küstenbrück (PD))

Peter Berger@PeterBerger67

Nino Schurter ist und bleibt das Mass aller Dinge im Cross-Country der Mountainbiker. Der Olympiasieger und sechsfache Weltmeister gab sich auch am Swiss Bike Cup in Solothurn keine Blösse. Und doch wurde der Bündner hart bedrängt. «Durch die flachen Abschnitte war das Rennen sehr taktisch geprägt», sagte Schurter. «Ich versuchte schon früh wegzufahren, wurde aber wieder eingeholt.» Erst in der fünften von sieben Runden gelang das Vorhaben.

Nur einer blieb am Hinterrad: Mathias Flückiger. Der Oberaargauer liess sich nicht distanzieren, «obwohl es Nino immer wieder versuchte». Erst in der Schlussrunde vermochte Flückiger den finalen Angriff von Schurter nicht mehr zu parieren. «Auf dem langen, flachen Streckenabschnitt konnte ich die Lücke nicht mehr schliessen. Mir behagt dieses ebene Gelände auch nicht, ich bevorzuge ruppige Steigungen.» Der Berner musste sich letztlich als ­Zweiter um 17 Sekunden geschlagen geben.

Schurter noch nie bezwungen

Damit wartet Flückiger weiterhin darauf, den grossen Dominator der Szene erstmals bezwingen zu können. «Ich bin nahe dran, es fehlt nicht viel», sagt Flückiger. Teamchef Ralph Näf sieht das gleich: «Math kann Nino schlagen, das wissen beide. Aber dann muss alles passen. Denn Nino ist der Beste und lässt sich nicht leicht austricksen.» Dessen ist sich auch Flückiger bewusst, deshalb zeigte sich der Leimiswiler mit Platz zwei zufrieden.

Anders war die Gemütslage bei Bruder Lukas Flückiger, der mit Rang acht vorliebnehmen musste und einmal mehr in dieser Saison Pech beklagte. Am Ende der Startrunde war er unverschuldet zu Fall gekommen. «Ich übersprang einen Baumstamm, ein Kontrahent umfuhr das Hindernis und bog direkt vor mir wieder ein. Ich musste bremsen und stürzte.» Dadurch verlor der in Wynigen wohnhafte Oberaargauer den Kontakt zur Spitze. «Leider funktionierte danach die Verfolgergruppe nicht. Deshalb war ich chancenlos. Schade, ich habe mir definitiv mehr erhofft.»

Im Rennen der U-23-Kategorie erreichte Joris Ryf Rang fünf. «Damit darf ich zufrieden sein.» Der Seeländer verlor 45 Sekunden auf Sieger Vital Albin (Zuchwil). Mit dem Spiezer Fabio Spena (9.) erreichte noch ein zweiter Berner eine Top-10-Klassierung.

Leistung gut, Resultat nicht

Bei den Frauen siegte die Deutsche Elisabeth Brandau vor Alessandra Keller. Beste Bernerin war die Spiezerin Ramona Kupferschmied. Mit Rang 23 war die 19-Jährige eine Position besser klassiert als Cornelia Hug (Unterlangenegg). «Mit der Leistung bin ich zufrieden, mit dem Resultat noch nicht», meinte Kupferschmied. «Aber nachdem ich in den letzten Rennen null PS hatte und mir Rückenschmerzen zu schaffen machten, geht es jetzt endlich wieder in kleinen Schritten vorwärts.»

Das konnte Noëlle Buri nicht behaupten. Nach Stürzen in den letzten Rennen klappte es auch in Solothurn nicht wunschgemäss. Die 17-Jährige aus Oberburg erreichte bei den Juniorinnen nur Rang sieben und zeigte sich enttäuscht: «Ich hatte keine Kraft in den Beinen.»

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt