«Ich bin mit Ohropax gefahren»

Mountainbiker Mathias Flückiger erreichte an der Heim-WM in Lenzerheide den 6. Platz. Der Oberaargauer zeigte sich zufrieden, auch wenn er sich eine Medaille erhofft hatte.

«Es war eine coole Stimmung. Ich bin froh, dass ich das erleben durfte», sagt der bald 30-jährige Mathias Flückiger.

«Es war eine coole Stimmung. Ich bin froh, dass ich das erleben durfte», sagt der bald 30-jährige Mathias Flückiger.

(Bild: Keystone Gian Ehrenzeller)

Wie stufen Sie Ihre Leistung ein?
Mathias Flückiger: Ich bin zufrieden. Ich habe das Maximum aus mir rausgeholt.

Konnten Sie mit dem späteren Bronzegewinner Mathieu van der Poel nicht mitgehen, als der Holländer in der vierten Runde angriff?
Wir waren von Mathieus resoluten Attacke etwas überrascht worden. Ich wusste, dass ich aufmerksam sein musste, das habe ich in diesem Moment verpasst. Aber ehrlich gesagt, dachte ich: der büsst für seinen Effort, das zieht er nicht durch.

Diese Lücke blieb jedoch bis ans Ende des Rennens bestehen. Am Ende fehlten 46 Sekunden zum Podestplatz.
Ja, der Abstand blieb lange immer ungefähr bei 20 Sekunden. Um ihn einholen zu können, hätten wir in unserer Gruppe rhythmischer und konsequenter fahren müssen. Alleine hätte ich das Loch unmöglich zufahren können.

Jetzt sind Sie an den Olympischen Spielen 2016 in Rio und nun an der Heim-WM zweimal Sechster geworden.
Ob Vierter, Fünfter oder Sechster ist eigentlich egal. Ich darf zufrieden sein, auch wenn ich mir insgeheim mehr erhofft habe. Ich hatte Pech, dass ich während zwei Runden den Getränkebidon verpasst hatte, deshalb hatte ich am Ende leichte Krämpfe und konnte nicht mehr spurten.

Warum haben Sie den Bidon verpasst?
Ich wollte zu diesem Zeitpunkt kein Cola mehr. Das habe ich auch gesagt, aber die Helfer haben mich nicht verstanden, deshalb war kein Bidon mit anderem Inhalt bereit.

Klappte die Kommunikation nicht, weil das Publikum so laut war?
Ja, ich bin mit Ohropax gefahren, um mich etwas vor dem Lärm zu schützen und mich davon nicht ablenken zu lassen. So hat es für mich letztlich gepasst. Es war eine coole Stimmung. Ich bin froh, dass ich das erleben durfte.

Was sagen Sie zu Weltmeister Nino Schurter?
Chapeau. Er war der Coolste heute. Wie er mit diesem gewaltigen Druck umgegangen ist und sein Ding durchgezogen hat, verdient höchsten Respekt.

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