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Handball: Erneuter Zweikampf Amicitia gegen Kadetten

In der heute beginnenden NLA-Meisterschaft käme alles andere als ein erneuter Zweikampf zwischen dem Titelhalter Amicitia Zürich und Cupsieger Kadetten Schaffhausen einer grossen Überraschung gleich.

Mit dem Titel aus dem Vorjahr beendeten die Zürcher die dreijährige Dominanz der Schaffhauser und holten den ersten Meistertitel seit 1989. Für die neue Saison gelang es Amicitia, die Mannschaft weitgehend zusammenzuhalten. Einzig Torhüter Tobias Hodel (Rücktritt) und der französische Kreisläufer Nicolas Ivakno (Hildesheim) verliessen den Verein - beide gehörten nicht zur Stammformation. Zwei Abgängen stehen die Zuzüge des Schweizer Internationalen Markus Hüsser (Flügel/Suhr), Philipp Buri (Kreis/ Grasshoppers), Toni Kern (De/Rückraum/Füchse Berlin) sowie jene der beiden Goalies Arunas Vaskevicius (Lit/Hildesheim) und Aurel Bringolf (GC) gegenüber. Die Equipe von Trainer Robbie Kostadinovich hat in der Breite klar an Substanz gewonnen, was infolge der Mehrbelastung mit der Champions League auch notwendig war. Kern droht allerdings wegen einer Schulterverletzung für den Grossteil der Saison auszufallen.

Für die Kadetten ist die Rückeroberung des Meistertitels quasi ein Muss. Sie haben keine Kosten gescheut, um das für Schweizer Verhältnisse ohnehin schon hochkarätig besetzte und routinierte Kader weiter zu veredeln. Insbesondere die aus der Bundesliga getätigten Transfers des ungarischen Regisseurs Daniel Buday (Rhein- Neckar Löwen) und des Schweizer Nationalkreisläufers Iwan Ursic (HSV Hamburg) sowie die Verpflichtung des estnischen Aufbauers Mait Patrail (Pölva Serviti) versprechen einiges. Ein Fragezeichen steht hinter dem neuen Trainer Pal Kocsis, der schon dreimal bei den Schaffhausern tätig war, zuletzt von 1997 bis 2001 als Nachwuchstrainer. Der ungarisch-schweizerische Doppelbürger hat zwar in der vergangenen Saison St. Otmar St. Gallen auf Platz 3 geführt, er verfügt aber nicht über das Renommée seines Vorgängers Goran Perkovac, der das Amt als Schweizer Nationaltrainer übernommen hat.

Dem BSV Bern Muri, Vierter der abgelaufenen Meisterschaft, ist am ehesten zuzutrauen, in die Phalanx der beiden Topfavoriten einzugreifen. St. Otmar St. Gallen mit dem Österreicher Markus Burger als neuem Trainer sowie der frühere Serienmeister Pfadi Winterthur sollten den Sprung in die Finalrunde der besten sechs Teams unter normalen Umständen ebenfalls schaffen. Den letzten Platz über dem Strich werden wohl der RTV Basel und Wacker Thun unter sich ausmachen. Die übrigen fünf Teams dürften die Abstiegsrunde kaum umgehen können; die beiden letzten Mannschaften der Relegationsrunde steigen abermals direkt in die Nationalliga B ab.

si/cal

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