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Gut: «Ich bin eben nicht normal»

Das Schweizer Ausnahmetalent Lara Gut (17) freut sich auf den alpinen Weltcupauftakt am Samstag auf dem Gletscher in Sölden.

Sie haben im Sommer nicht mit dem Team trainiert, sondern mit Ihrem Vater Pauli und dem Coach Mauro Pini. Hat sich diese Massnahme rentiert? Ja, ich denke schon. Wir haben sehr gut harmoniert, mein Vater kennt mich bestens, und Mauro hat als Trainer schon grosse Erfolge gehabt.

Er hat Maria Rienda Conteras an die Weltspitze im Riesenslalom gebracht. Genau, und vielleicht bringt er mich ja auch dorthin. Auf jeden Fall haben wir viel Riesenslalom trainiert und ich habe Fortschritte gemacht.

Aber wer alleine trainiert, der hat keine Vergleichsmöglichkeiten. Wir haben immer wieder mit Fahrern und Fahrerinnen aus anderen Nationen zusammengearbeitet. Mal mit den deutschen Abfahrern, dann mit der Finnin Tania Poutiainen. Und in der vergangenen Woche habe ich mit den Schweizerinnen trainiert.

Und sich souverän für Sölden qualifiziert. Ja, Mauro hat soviel Erfahrung, mittlerweile spüre ich sogar selbst, wenn bei einem Trainingslauf etwas gut oder schlecht war.

Dann hatten Sie gar keine Probleme im Sommer? Doch, und das war wirklich seltsam: Ich konnte im Juni einmal eine ganze Woche nichts essen.

Wie bitte? Ja, es muss ein Virus gewesen sein, aber im Spital haben sie nichts gefunden. Ich musste einfach warten, bis es wieder in Ordnung war. Ich konnte wirklich nur direkt nach dem Training etwas zu mir nehmen, weil ich halt musste.

Aber der Fitness hat es nicht geschadet? Nach der einen Woche, wo es wirklich schlimm war, habe ich mir angewöhnt, dann zu essen, wenn ich Hunger hatte, und das war manchmal um vier Uhr in der Nacht. Das ist zwar nicht normal, aber ich bin eben auch nicht normal. Und jetzt ist ja wieder alles in Ordnung.

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