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Freud und Leid

Tom Lüthi fährt in Le Mans auf Rang 3. In der Gesamtwertung büsst er weiter an Terrain ein.

Die Kurve gekriegt: Nachdem er zurückgefallen war, kämpfte sich Tom Lüthi wieder nach vorne (Archivbild).
Die Kurve gekriegt: Nachdem er zurückgefallen war, kämpfte sich Tom Lüthi wieder nach vorne (Archivbild).
Keystone

Nach dem enttäuschenden 8. Platz vor zwei Wochen in Jerez fand Tom Lüthi gleich bei erster Gelegenheit den Weg zurück aufs Moto-2-Podest. Der Berner wurde in Le Mans hinter den Italienern Franco Morbidelli (vier Saisonsiege) und Francesco Bagnaia Dritter.

Lüthi erreichte in bislang vier von fünf Saisonrennen eine Top-3-Platzierung, einzig ein Triumph blieb ihm verwehrt. «Ich hatte mir vom Rennen in Le Mans doch etwas mehr erhofft. Doch wenn man auf dem Podest steht, so muss man zufrieden sein», sagte der von der Poleposition gestartete Berner.

Lüthi sah sich seiner Siegchancen beraubt, als es in der achten Runde im Kampf um Position eins zu einer Berührung mit Morbidelli kam. «Eine normale Rennsituation», befand danach der Schweizer, der einen Sturz verhinderte, aber an die 4. Stelle zurückfiel.

Weil Morbidelli danach souverän zu seinem vierten Sieg gelangte, vergrösserte sich Lüthis Rückstand in der Gesamtwertung auf den Römer auf doch schon 20 Punkte (80:100). «Franco macht seinen Job sehr, sehr gut. Ihn zeichnet aus, dass er immer die Ruhe behält. Im Moment ist er der Beste», sagte Lüthi anerkennend über seinen härtesten Konkurrenten in der Moto-2-WM.

Den Titel schreibt Lüthi trotz Morbidellis Höhenflug aber keineswegs ab: «So weit weg von den anderen Fahrern ist Franco dann trotzdem nicht. Er ist keineswegs unschlagbar.»

Zweitbester Saisonstart

Schon kurz nach dem Rennen in Le Mans, wo er seinen fünften Sieg auf dem Circuit Bugatti um rund sechs Sekunden verpasste, freute sich Lüthi auf den nächsten Grand Prix. Dieser findet in zwei Wochen in Mugello und damit in Morbidellis Heimat statt. «Zwar hat man manchmal das Gefühl, dass die Italiener vor heimischem Publikum noch motivierter sind und einen Gang mehr zur Verfügung haben. Doch auch ich fahre in Mugello sehr gerne.»

Lüthi hat allen Grund, den Vergleich mit dem 8 Jahre jüngeren Morbidelli nicht zu scheuen. Obwohl er mit der 2017er-Ausgabe der Kalex noch nicht in jeder Phase gut zurechtkommt, ist der Emmentaler in seiner fast 15 Jahre andauernden GP-Karriere erst einmal besser in eine Saison gestartet: 2012 hatte er nach den ersten fünf Rennen als WM-Leader bereits 88 Punkte auf dem Konto, bei ebenfalls vier Podestplätzen. Damals lag der Berner zwei Zähler vor dem nachmaligen Weltmeister Marc Marquez.

Enttäuschung bei Aegerter

Der von Position 5 gestartete Dominique Aegerter wurde Sechster. Wie zuletzt in Jerez (7. Platz) konnte der Berner am Renntag seinen Erwartungen nicht gerecht werden. Seine erste Podestplatzierung seit fast 2 Jahren verpasste er um neun Sekunden. Aegerter war nicht zufrieden. «Es hätte mehr möglich sein sollen. Ich musste im Rennen hart kämpfen, dennoch kam ich nicht auf die Zeiten, die ich in den Trainings erreicht habe.»

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