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Footballer finden neue Wege, Trump zu ärgern

Die amerikanischen Football-Profis knien während der Nationalhymne nicht nur, sie protestieren neu auch alternativ.

Robert Quinn von den Miami Dolphins protestierte während der Nationalhymne des Preseason-Games, dem Florida-Derby gegen die Tampa Bay Buccaneers, indem er die rechte Faust in die Höhe streckte. Der Protest geht gegen Rassismus und Polizeigewalt gegenüber Afroamerikanern in den USA.
Robert Quinn von den Miami Dolphins protestierte während der Nationalhymne des Preseason-Games, dem Florida-Derby gegen die Tampa Bay Buccaneers, indem er die rechte Faust in die Höhe streckte. Der Protest geht gegen Rassismus und Polizeigewalt gegenüber Afroamerikanern in den USA.
AP Photo/Wilfredo Lee
Der Philadelphia Eagle Malcolm Jenkins tat es Quinn gleich. Die NFL-Profis finden somit neue Wege, ihren Missmut auszudrücken. US-Präsident Donald Trump hat bereits des Öfteren gefordert, alle protestierenden Profis zu entlassen.
Der Philadelphia Eagle Malcolm Jenkins tat es Quinn gleich. Die NFL-Profis finden somit neue Wege, ihren Missmut auszudrücken. US-Präsident Donald Trump hat bereits des Öfteren gefordert, alle protestierenden Profis zu entlassen.
AP Photo/Matt Rourke
Stills, Spieler der Miami Dolphins, kniete mit seinem Teamkollegen Albert Wilson (h.).
Stills, Spieler der Miami Dolphins, kniete mit seinem Teamkollegen Albert Wilson (h.).
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US-Präsident Donald Trump mag es ganz und gar nicht, wenn man die seiner Meinung nach grösste Nation der Welt nicht respektiert. Bereits seit längerem protestieren mehrheitlich dunkelhäutige Spieler der Football-Liga NFL während der Nationalhymne gegen Rassismus und Polizeigewalt gegenüber Afroamerikanern.

Vor der neuen NFL-Saison sollten Bestrafungen eingeführt werden für diejenigen Spieler, die während «The Star-Spangled Banner» knien oder sonstige Protesthandlungen vornehmen. Nur diejenigen Profis, die während der Hymne in den Kabinen blieben, um so ihren Protest auszudrücken, werden nicht sanktioniert. Diese Regelung ist aktuell aber noch nicht in Kraft getreten, die Liga und die Spielergewerkschaft kündigen weitere Verhandlungen an.

In der NFL hat am Donnerstag die Preseason begonnen; einige Spieler zeigten Trump sogleich, dass sie sich nicht unterkriegen lassen, und variierten die Art der Protestaktionen. So streckten beispielsweise Malcolm Jenkins und De’Vante Bausby, die mit den Philadelphia Eagles im Februar noch die Superbowl gewonnen hatten, vor der Partie gegen die Pittsburgh Steelers die rechte Faust in die Höhe. «Ich denke, es ist wichtig, dass wir die Plattform so gut wie möglich nutzen», sagte Jenkins.

Mit dem Rücken zum Spielfeld

In Seattle entschieden sich drei Spieler der Seahawks, noch vor der Hymne vom Platz in Richtung Katakomben zu joggen. Branden Jackson, Quinton Jefferson und Duane Brown kehrten nach Beendigung der Hymne sogleich zurück.

In Baltimore überlegte sich Tim Williams noch etwas anderes. Während seine Ravens-Teamkollegen einheitlich standen, tat er das zwar auch, alleine vor seinen Kameraden – aber mit dem Rücken zum Spielfeld.

Natürlich fand Trump auch dieses Mal kein Gehör für die Proteste. «Die NFL-Spieler machen es schon wieder – sie knien, obwohl sie stolz für die Nationalhmyne stehen sollten.»

«Ein Football-Spiel ist kein Ort für Proteste. Findet einen anderen Weg dafür.»

Kaepernick bot Trump die Stirn als Erster

Die Protestaktionen losgelöst hatte 2016 der ehemalige Star-Quarterback der San Francisco 49ers, Colin Kaepernick, als er sich hinkniete. Letzte Saison forderte Trump, dass die NFL alle Spieler feuern sollte, die während der Nationalhymne protestierten. Für den US-Präsidenten ist das Knien respektlos gegenüber der Flagge und der Nation, wie er selber auf Twitter mehrmals betonte.

Kaepernick, der aktuell nicht in der NFL unter Vertrag steht, unterstützt die aktuellen Protestaktionen. Und speziell auch die Spieler, die immer noch knien, wie beispielsweise Kenny Stills und Albert Wilson von den Miami Dolphins.

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