Ein Könizer Trommelwirbel an Schlägen

Brasilianische Festspiele in der Weissensteinhalle: Elis Bento, Alessandra Dos Santos und Renata haben Köniz gegen Neuenburg zu einem 3:0-Sieg geführt. Die Südamerikanerinnen erzielten dabei 45 der 75 Punkte.

Brasilianische Durchschlagskraft: Die Könizerin Dos Santos überwindet den Neuenburger Block. Trainer Han Abbing (ganz rechts) fiebert mit.

Brasilianische Durchschlagskraft: Die Könizerin Dos Santos überwindet den Neuenburger Block. Trainer Han Abbing (ganz rechts) fiebert mit.

(Bild: Urs Baumann)

Annic Berset

Am vergangenen Donnerstag haben sich die Frauen von Volley Köniz im Beachcenter Bern zu einem Teambildungsprozess getroffen. Unter der Leitung von Musikpädagoge Marco Mazzotti versammelten sich die Volleyballerinnen im Kreis, jede Ballkünstlerin erhielt eine Trommel. Mithilfe von verschiedenen Übungen lernten sich die Spielerinnen nicht nur zu entspannen, nein, sie mussten auch Verantwortung übernehmen, wenn es darum ging, den Takt vorzugeben, den die anderen in der Gruppe nachahmen mussten.

Der Trommelworkshop scheint schon im ersten Satz der neuen NLA-Saison genützt zu haben. 9:13 leuchtet aus Sicht von Volley Köniz von der Anzeigetafel. Mit einem wahren Trommelwirbel an Angriffs- und Serviceschlägen leitet die sprungkräftige Könizer Brasilien-Fraktion mit Elis Bento, Alessandra Dos Santos und Renata die Aufholjagd ein.

Das Ensemble von Neotrainer Han Abbing korrigiert mit einer aussergewöhnlichen 10:0-Punkte-Serie das Skore gegen Neuenburg auf eindrückliche Art und Weise. Am Schluss des ersten Durchgangs tanzen die 280 Fans in der Weissensteinhalle mehr oder weniger Samba: 19 der 25 Könizer Punkte steuern die Ballkünstlerinnen vom Zuckerhut bei. Auch im zweiten und im dritten Satz dominierte die runderneuerte Berner Equipe das Geschehen – die Romands fanden nur dann kurzzeitig besser in die Saison-Ouvertüre, als die spielfreudigen Südamerikanerinnen ihre Effizienz vermissen liessen.

Sprungwunder Elis Bento

Auf die Frage, ob er nach dem geglückten Saisonstart erleichtert sei, antwortet der Könizer Teamchef Han Abbing gewitzt: «Nein, wir verspürten keinen Druck vor dem Spiel, weil ich mit dem neu zusammengesetzten Team gar nicht wusste, auf was ich mich genau einlasse.» Aber klar sei es eine schöne Bestätigung, so ins Championat zu starten, ergänzte der 54 Jahre alte Holländer.

Alle Karten wollte Abbing bei der Premiere aber doch nicht auf den Tisch legen. So liess er das amerikanische Sprungwunder Erica Wilson auf der Bank. Die Könizer Fans freuten sich an einer anderen Sprungfeder: Elis Bento. Sie hat das Zeug zum Publikumsliebling. Zusammen mit ihren beiden Landsfrauen steuerte die mit 1,69 Meter kleinste Könizer Angreiferin bemerkenswerte 45 von 75 gewonnen Punkten bei.

Berner Zeitung

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