Ein Funken Euphorie

Langenthal-Aarwangen sichert sich dank eines starken Endspurts Rang 4 und damit im Playoff das Heimrecht. Vor dem Vergleich mit dem Aufsteiger Freiburg ist das Selbstvertrauen gross.

Jubel bei Marc Mühlethaler (Mitte) und seinen Teamkollegen: Sie haben sich für die Viertelfinals das Heimrecht gesichert.

Jubel bei Marc Mühlethaler (Mitte) und seinen Teamkollegen: Sie haben sich für die Viertelfinals das Heimrecht gesichert. Bild: Marcel Bieri

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Für einmal darf der Speaker den Totomaten mimen. Langenthal-Aarwangen führt nach zwei Dritteln in der Kreuzfeldhalle gegen Ticino 5:4, derweil liegt Freiburg gegen den Tabellenführer Basel deutlich in Rückstand. Weil in der letzten NLB-Qualifikationsrunde alle Spiele gleichzeitig stattfinden, lässt sich eine Livetabelle generieren: ULA hat Freiburg überholt und hätte das Heimrecht im Playoff auf seiner Seite.Zunächst müssen die Tessiner bezwungen werden.

Die Gäste haben sich in den ersten 40 Minuten als zähe Widersacher präsentiert. Das ändert sich im Schlussabschnitt: Von der frohen Kunde aus Freiburg scheinbar beflügelt, legen die Langenthaler nochmals zu. Am Ende gewinnt Langen-thal-Aarwangen 12:5, Trainer Tomas Chrapek freut sich: «Der Sieg ist gut fürs Selbstvertrauen.»

Grazie, Ticino

Am Samstag reüssierte ULA auswärts beim drittplatzierten Sarnen, während ausgerechnet Ticino Freiburg bezwang. Dank der Tessiner Hilfe besitzen die Oberaargauer am Sonntag überhaupt die Chance, den Tabellennachbarn zu überholen. Es gelingt. Chrapeks Team ist im Playoff-Viertelfinal also leicht im Vorteil, weil es mit einem Heimspiel starten darf.

Und: Die Gastspiele in Freiburg gehören zu den unangenehmsten Aufgaben. Gut 250 Leute verfolgen die Partien des Aufsteigers aus der Westschweiz im Durchschnitt – es handelt sich um den höchsten Wert in der NLB. Im Playoff dürfte die Zahl auf weit über 300 klettern.

Das Trainerteam hat die Freiburger schon in den vergangenen Wochen intensiv analysiert, die Paarung hatte sich abgezeichnet. «Ein Aufsteigerteam ist immer sehr gut organisiert», sagt Chrapek. Und: «Freiburg spielt enorm schnell und physisch stark.» Die Viertelfinalserie, die am nächsten Samstag in der Kreuzfeldhalle beginnt, dürfte an die Substanz gehen.

Mit dem vierten Platz haben die Oberaargauer das anfangs formulierte Ziel sogar leicht übertroffen. Die Equipe sei sehr lernfähig, habe kontinuierlich Fortschritte erzielt, hält Trainer Chrapek fest. Nach einem fulminanten Start lag ULA zeitweise gar auf Platz zwei, fiel dann leicht zurück und hat sich zum Qualifikationsende hin nochmals gesteigert.

Trotz der schweren Knieverletzung des Captains Samuel Nussbächer spielte das Team meist stabil; eine Rückkehr des Verteidigers im Playoff ist un­sicher. Grosse Fortschritte ortet Chrapek indes in der Offensive: «Wir sind viel variabler geworden.» Die zwölf Tore geben dem Team zusätzlich Auftrieb, in Langenthal ist ein Funken Euphorie zu spüren. Just zum richtigen Zeitpunkt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 12.02.2018, 21:04 Uhr

Telegramme

ULA - Ticino 12:5 (3:3, 2:1, 7:1)
150 Zuschauer. – Tore: 3. Ingold 1:0. 4. Moser 2:0. 7. Vapaniemi (Ausschluss Ingold) 2:1. 8. Karlsson 2:2. 9. Mühlethaler (Lang) 3:2. 15. Vapaniemi 3:3. 23. Mühlethaler (Pfister) 4:3. 34. Eggerschwiler (Kisugite / Ausschluss Boggia) 5:3. 40. Thurén 5:4. 45. Moser (Pfister) 6:4. 53. Pfister (Lang) 7:4. 54. Eggerschwiler (Akeret) 8:4. 54. Mühlethaler 9:4. 56. Mühlethaler 10:4. 58. Akeret (Kisugite) 11:4. 59. Schärli (Zulliger) 12:4.

Sarnen - ULA5:6 (3:2, 1:1, 1:3)
267 Zuschauer. – Tore: 4. Lang (Mühlethaler) 0:1. 7. Ming 1:1. 9. Eronen 2:1. 16. Mühlethaler (Malmsten) 2:2. 16. Eronen 3:2. 34. Eronen 4:2. 37. Nyffenegger 4:3. 54. Kisugite 4:4. 55. Eggerschwiler (Gloor) 4:5. 56. Akeret 4:6. 58. Markström 5:6.

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