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Ein Ausfall zur Unzeit

Am Freitag sind am Gstaad-Major alle Schweizer Teams ausgeschieden. Besonders bitter endet das Heimturnier für ­Joana Heidrich: Die Blockerin hat sich am Rücken verletzt.

Nina Betschart und ihre Partnerin Tanja Hüberli schieden im Achtelfinal aus.
Nina Betschart und ihre Partnerin Tanja Hüberli schieden im Achtelfinal aus.
Christian Pfander

Mehr Drama geht in diesem Moment kaum. 1:5 steht es im zweiten Satz aus Optik von ­Anouk Vergé-Dépré und Joana Heidrich. Dann will Letztere nach einem Ball hechten – doch das Vorhaben missglückt. Mehr noch: Heidrich bleibt liegen. Die Blockerin muss schliesslich in einem fünfminütigen Medical Time-out gepflegt werden; sie versucht zwar weiterzuspielen, aber die Rückenschmerzen engen ihre Bewegungsfreiheit sichtlich ein.

Am Ende verlieren die Schweizerinnen im Sechzehntelfinal gegen die Holländerinnen Joy Stubbe / Marleen Ramond-van Iersel 16:21, 11:21. Derweil Heidrich unter Tränen den Center-Court verlässt, versucht Vergé-Dépré das Geschehene zu erklären: «Heute sind wir nie ins Spiel rein­gekommen.

Und als Jo dann auf den Rücken fiel, versuchte ich etwas mehr vom Feld abzudecken, sie zu unterstützen, mehr konnte ich nicht tun.» Seit ihrem 2. Platz am 4-Stern-Turnier in Itapema (BRA) waren Heidrich/Vergé-Dépré angeschlagen. Derweil sich Letztere erholt hat, ging Heidrich bereits lädiert ins Heimturnier. Ob und wie lange sie ausfallen wird, ist unklar.

Die Blessur freilich kommt für die Zürcherin zum dümmsten Zeitpunkt: Am Dienstag beginnt die EM in Holland, Heidrich/Vergé-Dépré würden als Nummer 3 der Setzliste zum engsten Favoritenkreis zählen.

Klatsche für Heidrich/Gerson

Eine Runde weiter schafften es am Heimturnier Nina Betschart und Tanja Hüberli. Doch im Achtelfinal am Abend vor fast vollen Rängen mussten sie sich schliesslich den Tschechinnen Barbora Hermannova / Marketa Slukova in drei Sätzen (17:21, 21:16, 12:15) beugen. Betschart/Hüberli vermochten nicht mehr ganz an ihre starke Leistung vom Morgen anzuknüpfen, als sie die Holländerinnen Sanne Keizer / Madelein Meppelink souverän 21:19, 21:16 bezwungen hatten.

Stabiler und konstanter müssten sie werden, hielt Betschart fest. «Und mit Blick auf die EM unsere Fehlerquote reduzieren, aber insgesamt sind wir auf einem guten Weg.»

Mirco Gerson und Adrian Heidrich waren derweil im Achtelfinal gegen die Amerikaner Phil Dalhausser / Nick Lucena chancenlos (14:21, 13:21). «Die beiden waren zwei Nummern zu gross für uns», meinte Gerson. Gleichwohl hat das Duo mit dem ersten Top-16-Platz in der höchsten Turnierkategorie viel Selbstvertrauen gesammelt, was für die EM ­gewiss kein Nachteil ist.

Anders als im Vorjahr (4. Platz von Heidrich/Vergé-Dépré) werden somit heute, wenn das Gstaad-Major in die entscheidende Phase geht, ­keine Schweizer Fahnen mehr im Publikum wehen.

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