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Die perfekte Teamleistung

Die Schweizer Unihockey-Nati schlägt Finnland an der Heim-WM 7:4 und hat nun eine tolle Ausgangslage. Die Bernerinnen überzeugten.

Die Langnauerin Lisa Liechti (ganz links) lässt sich von ihren Teamkolleginnen für ihr Tor zum 2:0 feiern.
Die Langnauerin Lisa Liechti (ganz links) lässt sich von ihren Teamkolleginnen für ihr Tor zum 2:0 feiern.
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Dieser Torjubel hatte es in sich und zeigte, dass bei der zweiten WM-Partie für das Schweizer Nationalteam in Neuenburg schon viel auf dem Spiel stand. Völlig losgelöst sprintete Verteidigerin Brigitte Mischler nach ihrem Führungstreffer in der 11. Minute gegen Finnland über das halbe Spielfeld und ballte die Fäuste beinahe so energisch wie jeweils Tennisass Rafael Nadal, wenn der gerade wieder einen epischen Ballwechsel zu seinen Gunsten entschieden hat.

Die Baslerin in Diensten von den Wizards Bern Burgdorf hatte vor der stimmungsvollen Kulisse von 3542 Zuschauern am kurzen Pfosten gelauert, den Lochball aus kurzer Distanz zum 1:0 versenkt und die Schweiz nach einer schwierigen Startphase, in der Goalie Lara Heini exzellent hielt, zur Führung geschossen.

Keine drei Minuten später doppelte mit Lisa Liechti wieder eine Verteidigerin eines Berner NLA-Vereins (Skorpion Emmental Zollbrück) mit dem 2:0 nach. «Als Verteidigerin an einer Heim-WM vor so einer grossartigen Kulisse einen so wichtigen Treffer zu erzielen, ist ein unglaubliches Gefühl», sagte die Langnauerin.

Spiel um den Gruppensieg

Die beiden Tore binnen kurzer Distanz bildeten den perfekten Auftakt in das zweite, wegweisende Gruppenspiel der Schweizerinnen, das keine 24 Stunden nach dem 12:1-Auftaktsieg gegen ein wenig kompetitives Deutschland auf dem Programm stand.

Gegen Finnland ging es bereits um um den ersten Platz in der Gruppe A, der im Verlauf des Turniers noch von immenser Bedeutung sein kann, wenn es darum geht, den Topfavoritinnen aus Schweden so lange wie möglich aus dem Weg zu gehen. Auch der schnelle Anschlusstreffer der Finninnen zum 1:2 im zweiten Spielabschnitt vermochte die Schweiz nicht aus der Fassung zu bringen.

Die Spielerinnen blieben ruhig, liessen keinerlei Nervosität aufkommen und reagierten wie Champions. Denn nur knapp 30 Sekunden nach dem Anschlusstor stellte Michelle Wiki mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her.

Dies verlieh so viel Selbstvertrauen, dass die Schweizerinnen in der Folge sogar zu einer kleinen Gala ansetzten und durch wunderbar herausgespielte Treffer von Corin Rüttimann und einer weiteren Emmentalerin Nadia Reinhard, der Spielführerin von Skorpion Emmental Zollbrück, bis auf 5:1 davon zogen.

Erst im letzten Drittel wechselten die Schweizerinnen in eine Art Verwaltermodus und brachten den Sieg über die Runden, obschon die Finninnen gegen Ende der Begegnung mit einer zusätzlichen Feldspielerin agierten und nochmals gehörig Druck machten.

Letztlich siegte die Schweiz dank einer tollen Teamleistung und einer herausragenden Torhüterin, die zur Spielerin der Partie gewählt wurde. Mit dem 7:4 sicherte sie sich mit allergrösster Wahrscheinlichkeit den so wichtigen Gruppensieg.

«Wir konnten das gut umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Nun haben wir eine gute Ausgangslage, aber wir müssen am besten einfach von Spiel zu Spiel schauen und jeden Gegner sehr ernst nehmen», sagte die Emmentalerin Lisa Liechti.

Das dritte und letzte Gruppenspiel gegen Polen steht am Dienstag auf dem Programm. Gegen die wenig kompetitiven Polinnen ist die Schweiz turmhoher Favorit.

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