Zum Hauptinhalt springen

Die Heimatliebe als Emmentaler Konstante

1984 ist das UHT Zäziwil gegründet worden, morgen wird unter dem Namen Unihockey Tigers Langnau jubiliert. In den 25 Jahren hat sich vieles verändert, die Spieler jedoch stammen noch immer primär aus der Region.

Dauerbrenner Erich Kropf: Das Gründungsmitglied (hier jubelnd im Jahr 1993) hat in den letzten 25 Jahren fast jedes Vorstandsamt bekleidet. Derzeit amtet der Ex-Nationalspieler als Sportchef der Langnauer Tigers.
Dauerbrenner Erich Kropf: Das Gründungsmitglied (hier jubelnd im Jahr 1993) hat in den letzten 25 Jahren fast jedes Vorstandsamt bekleidet. Derzeit amtet der Ex-Nationalspieler als Sportchef der Langnauer Tigers.
bz

Manch langjähriger Beobachter der Schweizer Unihockeyszene ist der Meinung, Wiler-Ersigen habe im Frühling 2004 als erster nicht im Kanton Graubünden domizilierter Verein den Landesmeistertitel gewonnen. Es irrt, wer dies glaubt, gilt doch obige Ansicht nur für Erfolge auf dem Grossfeld. Ehe Rot-Weiss Chur in der Saison 1988/1989 die Bündner Dominanz einläutete, waren auf dem Kleinfeld vier offizielle Meisterschaften ausgetragen worden. Anlässlich der Premiere im Winter 1984/1985, 1986/1987 und 1987/1988 triumphierte das Unihockeyteam Zäziwil – jener Verein, der am 24.Februar 1984 gegründet worden war, heute unter dem Namen Tigers Langnau bekannt ist und am Samstag in Biglen mit zahlreichen geladenen Gästen sein 25-jähriges Bestehen feiert.

Präsident als Vordenker

Die von Stefan Schaerer verfasste Jubiläumschronik bietet einen ausgezeichneten Einblick in die Geschichte des Unihockeys im oberen Emmental; der Kommunikationschef der Tigers arbeitete unter anderem mit Informationsheften und Versammlungsprotokollen, welche Denkweisen spiegeln und Klischees bestätigen. So wurde anlässlich der Gründung der zweiten Mannschaft (1986) festgehalten, es würden «nur Leute vom eigenen Dorf ins Team aufgenommen».

Das Jahr 1988 stand im Zeichen markanter Veränderungen. Einerseits wurde in Röthenbach das UHT Torpedo Gauchern gegründet, anderseits der Wechsel auf das Grossfeld vollzogen. Letzteres sorgte im UHT Zäziwil für ein Novum in Form von Transfers, weil die Spielerdecke trotz Integration der zweiten Equipe zu dünn war, um ein Grossfeldteam auf die Beine zu stellen. 1992 entpuppte sich Gründungspräsident Daniel Liechti als Vordenker, indem er festhielt, dauerhafte Emmentaler Präsenz in der nationalen Spitze setze eine Bündelung der Kräfte voraus. Ehe er acht Jahre später erhört und die Fusion mit Gauchern beschlossen wurde, hatten die Zäziwiler 1995 ihre ersten schwedischen Spieler verpflichtet. Der diesbezüglich erste Glücksgriff gelang 1997 in der Person des stämmigen Verteidigers Bruno Lundberg, welcher das erstmals von einem Stadtberner (Beat Moser) trainierte Ensemble zum Cupsieg führte.

Präsident als Türöffner

Die wichtigste Weichenstellung erfolgte im Jahr 2005, als Unihockey Zäziwil-Gauchern in Unihockey Tigers Langnau umbenannt wurde. Als erster Präsident fungierte mit Ruedi Zesiger eine bekannte und gut vernetzte Persönlichkeit; die Zusammenarbeit mit den SCL Tigers bescherte den Unihockeyanern Identifikation wie wirtschaftliche Resonanz in zuvor nicht gekanntem Mass – und sportlichen Erfolg: In den letzten drei Jahren hat das Fanionteam je zweimal den Playoff-Final erreicht und den Schweizer Cup gewonnen.

Wann immer sich Probleme auftürmten und der Klub ins Wanken geriet, vermochte er mit einer Neuerung nicht nur den Taucher zu vermeiden, sondern gleich noch einen Schritt vorwärtszumachen. In all den Jahren nicht verändert hat sich die Heimatverbundenheit: Abgesehen von den Ausländern besteht das Kader auch heute noch fast nur aus Emmentalern. Und es gibt kaum einen «Tiger», der sich einem andern Verein anschliesst.

Die Jubiläumschronik wird an den Tigers-Heimspielen zum Selbstkostenpreis von 25 Franken verkauft.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch