«Die Aussenseiterrolle liegt uns»

Floorball Köniz steht ein heisses Wochenende bevor, wobei das Cupspiel gegen Wiler-Ersigen ein erster Saisonhöhepunkt ist.

Köniz-Goalie Patrick Eder wünscht sich mehr Konstanz.

Köniz-Goalie Patrick Eder wünscht sich mehr Konstanz.

(Bild: Marcel Bieri)

Adrian Lüpold

Köniz steht auf Rang 8. Das würde noch knapp für das Playoff reichen. Wie lautet Ihr Zwischenfazit?
Patrick Eder: Die Bilanz fällt gemischt aus. Wir hatten einerseits Pech mit Verletzten, andererseits kostete uns eine gewisse Inkonstanz innerhalb von einzelnen Partien auch Punkte. Wir verloren zum Teil Spiele wegen ein paar schwachen Minuten, was ärgerlich war. Wir konnten aber auch schon Lehren aus unseren Fehlern ziehen und befinden uns auf dem richtigen Weg.

Zwei Dinge stechen ins Auge: Vier von fünf Niederlagen fielen mit nur einem Tor Differenz äusserst knapp aus. Und Floorball Köniz hat bis anhin eindeutig zu viele Gegentreffer kassiert (48 in 8 Spielen).
Tatsächlich könnten wir einige Punkte mehr auf dem Konto haben, die knappen Niederlagen zeigen das. Wir haben im Sommer den Spielstil angepasst, versuchen etwas aggressiver zu verteidigen und mehr Druck auf den ballführenden Gegner auszuüben. Da braucht es auch Zeit, bis die Automatismen stimmen. Grundsätzlich kassierten wir aber eindeutig zu viele Treffer wegen grober individueller Fehler. Diese müssen wir in der Zukunft definitiv abstellen.

Binnen 24 Stunden stehen nun zwei Spiele in Meisterschaft und Cup auf dem Programm. Wie bereitet man sich auf so ein dichtes Programm vor?
Das sind enorm wichtige Partien für uns. Mit Wiler-Ersigen befassten wir uns bereits zu Beginn der Woche. Danach lag der Fokus auf Zug. Nach dem Spiel in der Zentralschweiz werden wir dann das Dossier Wiler-Ersigen wieder öffnen. Wir werden gegen beide Gegner sehr gut vorbereitet sein.

Das Heimspiel in der Meisterschaft gegen Wiler-Ersigen ging 1:7 verloren. Man wird im Cup als klarer Aussenseiter ins Spiel gehen. Ist das eine Rolle, welche Köniz behagt?
Ja. Wir hatten nach dem Titelgewinn 2018 teilweise Mühe, wenn wir als Favoriten das Spiel machen mussten. Deshalb liegt uns die Aussenseiterrolle definitiv gut. Beim auf dem Papier klaren 1:7 in der Meisterschaft waren wir über weite Strecken ebenbürtig, doch sie machten die Tore. Wir müssen sehr gut verteidigen und gleichzeitig gegen die extrem starke Defensive von Wiler-Ersigen Lösungen finden.

Es herrscht gerade eine Art Dreiklassengesellschaft in der NLA: Nach mehr als einem Drittel der regulären Saison sind die beiden Favoriten GC und Wiler-Ersigen der Konkurrenz punktemässig enteilt. Im Tabellenkeller haben Sarnen (0 Punkte) und Thun (4) den Anschluss an den Rest schon ein wenig verloren.

Und so tummeln sich im Mittelfeld der Liga nicht weniger als acht Teams, die sich um die restlichen sechs Plätze für das Playoff streiten dürften. Mit zehn Punkten aus acht Partien liegt Floorball Köniz derzeit auf Rang 8. Dem Meister von 2018 steht ein anspruchsvolles Wochenende mit zwei Auswärtspartien bevor.

Samstagnachmittag (17 Uhr) geht es für die Vorstädter in Zug gegen einen direkten Konkurrenten um eine gute Positionierung im Kampf um die Playoffplätze. Am Sonntagabend (18.30 Uhr) steht mit dem Derby im Cupachtelfinal gegen Wiler-Ersigen in Kirchberg ein erster Saisonhöhepunkt im Knock-out-Format an. Der 32-fache Nationaltorhüter Patrick Eder (29) äussert sich über die aktuelle Gemütslage bei den Könizern.

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