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Derzeit gibt es nur ein Berner Spitzenteam

Wiler-Ersigen verabschiedet sich als Leader in die Weihnachtspause, ­Grünenmatt als Schlusslicht. Die Momentaufnahme zeigt: Köniz und Langnau sind ins Mittelfeld zurückgefallen.

Junger Skorer: Wiler-Ersigens Ville Lastikka (links) hat die Erwartungen übertroffen.
Junger Skorer: Wiler-Ersigens Ville Lastikka (links) hat die Erwartungen übertroffen.
Marcel Bieri

14 Runden sind gespielt, 7 stehen noch aus. Aus Berner Optik sah es in der Unihockey-Qualifikation auch schon erfreulicher aus, wie der Blick auf die fünf NLA-Equipen aus dem Kanton offenbart.

37 Punkte, Rang 1

Unter Thomas Berger ist Wiler-Ersigen an die Spitze zurückgekehrt. Der Bündner verfügt über eine ausgewogene Mischung von bewährten und frischen Kräften. Als Volltreffer im wörtlichen Sinn erweist sich Ville Lastikka; der 20-jährige Finne hat in den ersten 14 Partien 21 Tore geschossen.

Noch ist es zu früh, die gegenwärtige Ausgabe der Mannschaft mit jener Auswahl zu vergleichen, welche unter Berger Meistertitel an Meistertitel reihte. Luft nach oben findet sich unter anderem im Bereich der Stabilität. So bleibt dem Branchenprimus in den Cuphalbfinals die Zuschauerrolle, weil es dem Ensemble vor heimischem Publikum nicht gelungen ist, gegen Rychenberg Winterthur mehr als einen Treffer zu markieren.

22 Punkte, Rang 6

Die Praxis, Abgänge durch den Einbau eigener Junioren zu kompensieren, hat sich bei Floorball Köniz bewährt. Im jüngsten Fall jedoch liess sich die Lücke, welche Torhüter Samuel Thut, Offensivverteidiger Luca Graf und Flügel Raphael Berweger hinterlassen hatten, nicht schliessen. Markant verschärft wurde die Situation durch den Ausfall von Schwerarbeiter Christian Kjellman; der Schwede musste sich einer Herzoperation unterziehen.

Worauf die Vorstädter, im Frühling Superfinalist, wenig Konstruktives zustande brachten, sich in den Niederungen der Tabelle wieder fanden. Mittlerweile hat sich das Ensemble René Berliats im Mittelfeld etabliert. Von den zuweilen magistralen Auftritten des letzten Winters sind die Könizer aber ziemlich weit entfernt.

Sicherer Wert: Manuel Maurer trifft für Floorball Köniz. Bild: Raphael Moser
Sicherer Wert: Manuel Maurer trifft für Floorball Köniz. Bild: Raphael Moser

22 Punkte, Rang 7

Johan Samuelsson hatte es geahnt: Auf die Frage nach den sportlichen Aussichten seines neuen Vereins, den Langnauer Tigers, sprach der Captain der schwedischen Nationalmannschaft Anfang September vornehmlich vom übernächsten Winter. Der Center hielt fest, es wachse ein vielversprechendes Kollektiv heran, ergänzte jedoch im nächsten Satz, dass Wachstum Zeit benötige. Die Playoff-Qualifikation werden die Emmentaler – Sportchef Marc Dysli hat das Ensemble im Sommer erheblich verjüngt – problemlos realisieren. Kommt es zu Beginn des neuen Jahres zu einem Wachstumsschub, könnte auch mehr daraus werden.

7 Punkte, Rang 11

Ein wunschgemässer Auftakt sieht anders aus. In Thun steht mit Andreas Lindström erstmals ein Ausländer an der Bande. Der Schwede musste aber früh einsehen, dass es der Mannschaft an Substanz mangelt, um Ambitionen auf die Playoff-Teilnahme zu hegen. «Es fehlt noch sehr viel, da müssen wir ehrlich sein.» Einsames Highlight war der 8:7-Sieg über Rychenberg Winterthur.

Lindström registriert eine positive Tendenz, sagt, «die Mannschaft hat sich im Verlauf der letzten Wochen gesteigert». Längerfristig sind die Perspektiven gut, die U-21-Auswahl der Oberländer gehört zur erweiterten Spitze. In dieser Saison jedoch geht es in erster Linie darum, den Ligaerhalt sicherzustellen.

2 Punkte, Rang 12

Die Feststellung mag in Anbetracht der Tabellenlage blöd klingen, aber Grünenmatt befindet sich mehr oder weniger auf Kurs. Christof Lüthi war sich vor Saisonbeginn bewusst, dass ein Edeltechniker (Erik Härkönen) und ein Abwehrspezialist (Miika Malkamäki) aus Finnland sowie zwei Akteure aus unterklassigen schwedischen Ligen (Felix Forsmark, Alexander Johansson) nicht reichen würden, den beispiellosen Aderlass zu kaschieren.

«Wir müssen irgendwie den Ligaerhalt schaffen», sagte der Sportchef, nachdem er gleich 18 Abgänge hatte vermelden müssen. Grünenmatt hat in den letzten drei Monaten zwar nur zwei Punkte gewonnen, die Differenz zur Konkurrenz jedoch ist etwas kleiner geworden. Schweden-Rückkehrer Simon Flühmann wird Trainer Roman Schrag die Aufgabe erleichtern – vorab im Frühling, wenn mit den Abstiegsspielen die wichtigsten Partien anstehen.

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