Der kleine Brees ist grösser als Manning oder Brady

Quarterback Drew Brees bricht den Rekord für die meisten geworfenen Yards. Was Superbowl-Siege betrifft, hinkt der Texaner aber hinterher.

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Er ist für einen Quarterback eher kleingewachsen und misst «nur» 1,83 m. Was seine Leistungen betrifft, ist Drew Brees aus Austin in Texas aber nun der Grösste, den es bisher je gegeben hat. Der 39-Jährige übertraf am Montag die Bestmarke des legendären Peyton Manning, der vor zweieinhalb Jahren vom Profisport zurücktrat, von 71'940 Yards: Brees steht nach dem 43:19-Sieg gegen die Washington Redskins bei 72'103 Yards (rund 65'930 m), die er erfolgreich an den Mann gebracht hat.

Es spricht für Brees, den Kämpfer, dass er den Rekord brach, indem er einen Touchdown warf:

«Du kannst im Leben alles erreichen»

Brees wurde lange als Quarterback belächelt. Er sei zu klein, um erfolgreich zu werden, hiess es immer wieder. Beim Draft 2001 wurde er gar nur in der zweiten Runde an 32. Stelle gezogen. Doch er ging beharrlich seinen Weg, zuerst für die San Diego Chargers (heute LA Chargers) und ab 2006 für die Saints. Mit den Heiligen gewann er 2009 bei der erstmaligen Teilnahme in der Clubhistorie die Superbowl, natürlich wurde er zum besten Spieler des Finals gewählt. Apropos Superbowl: In Sachen Titelgewinn hinkt Brees mit seinem einen Erfolg Manning mit zwei und speziell Tom Brady mit fünf weit hinterher.

Brees zeigte sich nach seinem Rekord emotional und musste seine Tränen zurückhalten, als er gefragt wurde, was er seinen vier Kindern (eine Tochter und drei Söhne) auf dem Rasen noch sagen wolle. «Das, was ich ihnen jeden Abend vor dem Zubettgehen sage: ‹Du kannst im Leben alles erreichen, wenn du bereit bist, dafür zu arbeiten.›» Nichts werde einem geschenkt, alles müsse man sich selber verdienen, sagte Brees weiter.

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Record-breaker. Father. Legend.

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Brees hätte nie gedacht, dass er eines Tages in die Annalen der NFL eingehen würde: «Ich habe mich nicht auf den Weg gemacht, um diese Rekorde zu brechen. Ich spiele nur, weil ich dieses Spiel liebe, weil ich es liebe, mich mit anderen zu messen – und weil ich diesen Club liebe.»

Peyton Manning, der nun auch seinen wichtigsten Rekord an Brees abtreten musste – zuvor musste er bereits andere Bestwerte abgeben –, meldete sich per Videobotschaft bei seinem Bezwinger. Manning gratulierte, wie man es von ihm kennt, auf seine Weise – mit viel Humor:

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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