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«Das ist einfach eine Unterstellung»

Der von der Leichtathletik-EM ausgesperrte Weitspringer Markus Rehm verzichtet auf juristische Schritte gegen den deutschen Verband, erhebt aber Vorwürfe und fühlt sich ungerecht behandelt.

An der EM 2014 wird er nicht springen, seinen Traum, voll akzeptiert zu werden, gibt Markus Rehm aber nicht auf.
An der EM 2014 wird er nicht springen, seinen Traum, voll akzeptiert zu werden, gibt Markus Rehm aber nicht auf.
Keystone

«Wenn der DLV uns Prothesenträger und den ganzen paralympischen Sport so darstellt, dass wir alle nur Vorteile haben durch die Prothesen, dann ist das einfach eine Falschaussage. Das ist einfach eine Unterstellung. Wenn das aber die Aussage der Analyse ist, werde ich das sicher anfechten und nicht akzeptieren», erklärte Markus Rehm in einem Interview mit dem Berliner «Tagesspiegel».

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hatte am Mittwoch entschieden, Rehm nicht für die EM in Zürich vom 12. bis 17. August zu berücksichtigen, und begründete dies mit angeblichen Vorteilen, die der Paralympics-Sieger beim Absprung habe. «Es besteht der deutliche Zweifel, dass Sprünge mit Beinprothese und mit einem natürlichen Sprunggelenk vergleichbar sind», sagte DLV-Präsident Clemens Prokop mit Blick auf biomechanische Messungen bei den nationalen Titelkämpfen.

Im «Morgenmagazin» der ARD erklärte Rehm, dass er den Entscheid des DLV trotz allem nicht anfechten werde. Das Thema EM sei für ihn abgehakt. Er habe Respekt vor den anderen Sportlern und wolle deshalb nicht weiter für Verwirrung sorgen, sondern fair bleiben. Für die Zukunft gibt er sich aber kämpferisch: «Wir wollen weitere Schritte einleiten, wir wollen weitere Untersuchungen.»

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