Daniela Ryf ist Ironman-Weltmeisterin

An ihr kommt niemand vorbei: Die Triathletin Daniela Ryf hat zum dritten Mal in Folge die Weltmeisterschaft in der Langdistanz gewonnen.

Sie ist erste: Daniela Ryf gewinnt den Ironman auf Hawaii. Video: Tamedia

3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Velo fahren und 42,195 Kilometer rennen - und mittendrin eine Schweizerin, die den Triathlon-Sport seit langem dominiert. Mit einer Zeit von 8:50:47 Stunden wurde Daniela Ryf auch dieses Jahr an der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii erste und schaffte damit nach 2015 und 2016 den Hattrick.

Die Solothurnerin kam als Fünfte für einmal mit einem Rückstand von fast fünf Minuten auf ein Spitzenduo aus dem Wasser. Doch sie blieb cool und schaltete ganz bewusst erst auf den letzten 30 Radkilometern nicht nur einen, sondern gleich zwei Gänge höher.

Als Erste auf die Laufstrecke

Da machte sie den Rückstand auf die lange Zeit führende Engländerin Lucy Charles von zuvor 5:44 Minuten wett und übernahm drei Kilometer vor dem zweiten Wechsel die Führung. Mit 40 Sekunden Vorsprung erreichte Ryf die Wechselzone. Und von da an baute Ryf ihren Vorsprung auf der abschliessenden Laufstrecke kontinuierlich aus, um schliesslich als Erste mit Tränen in den Augen die Ziellinie zu überqueren.

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Im Ziel lag die 30-jährige Schweizerin komfortable 8:51 Minuten vor der Engländerin Lucy Charles. Dritte wurde die Australierin Sarah Crowley mit weiteren zwei Minuten Rückstand.

Ryf zeigte sich erleichtert wie nie: «Es war der wohl härteste Sieg, den ich mir je erkämpft habe. Ich musste kämpfen wie noch nie, weil ich von Charles so hart gefordert wurde.»

Bei den Männern hat der Deutsche Patrick Lange in einer Zeit von 8:01:39 gewonnen. Lange verbesserte damit den Streckenrekord des Australiers Craig Alexander von 2011 (8:03:56) um gut zwei Minuten.

Achtbare Teilnahme

Die Top 10 und damit die Preisgeldränge blieben ausserhalb der Reichweite der drei qualifizierten Schweizer Pro-Männer. Ruedi Wild zog sich bei seiner zweiten Ironman-WM-Teilnahme mit dem 16. Rang achtbar aus der Affäre. Jan van Berkel erreichte immerhin den 21. Rang, während sich der elffache Ironman-Gewinner Ronnie Schildknecht mit dem 30. Rang begnügen musste.

Jan Frodeno, der Ironman-Weltmeister von 2015 und 2016, musste wegen muskulären Problemen mehrere Laufpausen einlegen, beendete aber den Wettkampf noch. Er kam nach 9:15:44 ins Ziel. «Ich hatte bessere Tage», schreibt der Deutsche auf Facebook.

roy/SI

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