Zum Hauptinhalt springen

Ausrufe- und ein Fragezeichen

Am Sonntag beginnt für Wacker Thun die Playoff-Halbfinalserie gegen den BSV Bern Muri. In der entscheidenden Saisonphase präsentieren wir in loser Folge das Formbarometer.

In Fahrt: Jonas Dähler überzeugte zuletzt.
In Fahrt: Jonas Dähler überzeugte zuletzt.
Patric Spahni

In Topform

In starker Verfassung präsentierte sich in Partie 3 der Viertelfinalserie gegen Gossau, dem bis dato letzten Spiel, Jonas Dähler. Der Rechtsflügel hatte weite Teile der ersten Saisonhälfte verletzt verpasst; im Gegensatz zu so manch anderem Akteur verfügt er über genügend Kraftreserven.

Nicolas Raemy, ein weiterer Linkshänder, überzeugte in derselben Begegnung gleichfalls und rückt ­seinem Toplevel nach der eineinhalbjährigen Pause stetig näher. Konstant überzeugend tritt in dieser Spielzeit Schlussmann Marc Winkler auf. Seine Knieprobleme sollen gegenwärtig nicht gravierend sein und Einsätze in Ernstkämpfen zulassen.

Bereit

Flavio Wick, Wackers zweiter Keeper, legt nach seiner Ankunft im Sommer in Thun einen bemerkenswerten Steigerungslauf hin. Auch Fortschritte gemacht hat Sven Krainer, Dählers Ersatz. Auf ihn war nach mässiger Qua­lifikation zuletzt stets Verlass. Eine gute Saison bestreiten Linksflügel Thomas Lanz und Kreisläufer Reto Friedli.

An Einfluss gewonnen hat Damien Gui­gnet, der nominell dritte Regisseur. Der Westschweizer wirkt bisweilen gehemmt, vermag mit seinem unkonventionellen Stil aber durchaus etwas zu bewegen. Der vergleichsweise klein gewachsene Aufbauer könnte wertvoll werden, sollten die Stammkräfte nicht auf Touren kommen. Luca Linder hat keine körper­lichen Beschwerden mehr, der Linksflügel fehlte in Spiel 3 gegen Gossau wegen Oberschenkelproblemen. Er kann mittun.

Da liegt Potenzial brach

Lenny Rubin zeigt 2018 bisher grossteils sehr ansprechende Darbietungen. Überragend aber war der Hochbegabte in den letzten Wochen selten. Der künftige Bundesligaprofi scheint über nicht mehr ganz so viel Selbstvertrauen zu verfügen wie in der ersten Saisonhälfte, als er regelmässig Spiele entschied.

Sehr unbeständig agiert nach formidablem Start Nicolas Suter, auf tolle Partien folgen oft Begegnungen, in denen er wenig Akzente setzt. Roman Caspar und Viktor Glatthard überzeugen sehr häufig als Verteidiger, nur punktuell aber auch im Angriff. Wenig Einsatzzeit ­erhielt in den jüngsten Matchs Linkshänder Marco Giovanelli, obwohl er teils sehr wohl gefallen hat, etwa im Finalrundenspiel in Kriens und zu Hause im ersten Vergleich mit Gossau.

Fraglich

Schlüsselfigur Lukas von ­Deschwanden hat körperliche ­Beschwerden, Arm und Knie schmerzen mal mehr, mal weniger. Der Nationalspieler verpasste die Viertelfinalserie weitestgehend. Laut Coach Martin Rubin trainierte er zuletzt wieder uneingeschränkt. Ist der Urner fit, dürfte er nur schwer zu stoppen sein. Fehlt er, könnte Wacker Schwierigkeiten kriegen.

Der Abwesende

Definitiv verpassen wird die Halbfinalserie gegen den BSV Bern Muri Co-Abwehrchef Stefan Huwyler. Er zog sich im zweitletzten EHF-Cup-Gruppenspiel eine schwere Schulterverletzung zu. Im Optimalfall kehrt der Aargauer Ende Mai und damit in möglichen Endspielen aufs Feld zurück.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch