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Ausgeträumt

Die Wizards Bern Burgdorf scheitern einmal mehr im Halbfinal. Nach der 0:10-Auswärtsniederlage unterliegen sie Piranha Chur zu Hause 1:2 nach Penaltyschiessen, womit die Playoff-Serie mit 3:1 an den Favoriten geht.

Enttäuscht: Die Wizards Bern Burgdorf scheiden zum dritten Mal im Playoff-Halbfinal aus.
Enttäuscht: Die Wizards Bern Burgdorf scheiden zum dritten Mal im Playoff-Halbfinal aus.
Marcel Bieri

Am Ende ist es wie immer: Die Gegnerinnen feiern den Einzug in den Superfinal, die Wizards Bern Burgdorf stehen mit leeren Händen da. Erneut ist ihr Traum geplatzt, zum dritten Mal in Folge sind die Unteremmentalerinnen im Halbfinal gescheitert.

Ungleiche Voraussetzungen

Doch: So nah dran am Superfinal waren die Burgdorferinnen noch nie. In drei von vier Spielen gegen Chur fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung oder im Penaltyschiessen. «Chur war am Ende zu routiniert. Uns fehlt das noch», meint Wizards-Captain Nadia Cattaneo. Neben der Erfahrung fehlte es den Wizards am entscheidenden Wochenende auch an Substanz. Topskorerin Caroline Schürch hatte sich zuvor in einem Zweikampf die Rippe gebrochen, es sollte unter diesen Voraussetzungen nicht für einen Einsatz reichen. Mit Lea Hanimann fiel überdies die viertbeste Punktesammlerin aus. Anders präsentierte sich die Situation bei den Churerinnen, welche wieder auf Nationaltorhüterin Lara Heini zählen konnten. Und so erstaunte es nicht, machten sich die unterschiedlichen Voraussetzungen bemerkbar.

Im Auswärtsspiel wurde das Team von Radomir Malecek gleich mit 0:10 aus der Halle geschossen. «Das Fehlen von Hanimann und vor allem Schürch war wohl bei einigen noch in den ­Köpfen drin und sorgte für Verunsicherung», sagt Cattaneo. Im vierten Vergleich gelang den Bernerinnen dann in über sechzig Minuten nur ein Tor. Positiv daran war einzig, dass die Piranhas aus Chur ebenfalls nur einen Treffer zustande brachten. Ihr Team hätte mehr fürs Spiel gemacht und auch die gefährlicheren Chancen kreiert, hält Cattaneo fest. Am Ende sei dies aber nutzlos gewesen. Zumal im Penaltyschiessen der Favorit die besseren Nerven bewies und nicht zuletzt danke dem Comeback von Torhüterin Heini reüssierte.

Verloren haben die Wizards die Halbfinalserie aber nicht unbedingt an diesem Wochenende. Die Unteremmentalerinnen hätten gerade die Spiele eins und zwei (4:5 n. P., 6:5 n. V.) in andere Bahnen lenken können. Obschon sie in beiden Vergleichen das spielbestimmende Team gewesen waren, gingen die Bernerinnen nur einmal als Siegerinnen vom Feld. In den Partien drei und vier wirkten die Bündnerinnen dann deutlich besser eingestellt. Die Piranhas standen in der Defensive kompakt, agierten abgeklärt und liessen nur wenig zu. Die Wizards genossen am Sonntag zwar deutlich mehr Ballbesitz, wussten von diesem aber nicht zu profitieren.

Es fehlt nicht viel

Das erneute Ausscheiden im Halbfinal ist für die Wizards Bern Burgdorf bitter. Optimistisch stimmt aber sicherlich die Einsicht, dass sie mit den Spitzenteams Piranha Chur und Dietlikon mithalten können.

«Es ist gut zu wissen, agieren wir auf Augenhöhe mit Chur und Dietlikon», sagt denn auch Cattaneo. Trotzdem fügt sie enttäuscht an: «Doch davon können wir uns nichts kaufen, wenn wir knapp verlieren.» Die Equipe von Trainer Malecek scheint einen Schritt weiter zu sein als noch im Vorjahr. Der grosse Traum jedoch, der Einzug in den Superfinal, ging nicht ganz in Erfüllung.

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