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Müde Lüdi freut sich auf das Saisonfinale

Am Wochenende messen sich die besten Ski- und Snowboardcrosser im Weltcupfinal in Veysonnaz. Für die Oberaargauerin Sanna Lüdi ist das eine Heimkehr.

Peter Berger
Sanna Lüdi ist nach der langen Saison müde, freut sich aber auf das Weltcupfinale in Veysonnaz.
Sanna Lüdi ist nach der langen Saison müde, freut sich aber auf das Weltcupfinale in Veysonnaz.
Keystone

«Voll gesund», bezeichnet Sanna Lüdi ihren Zustand. Das ist für die 33-jährige Leimiswilerin mit ihrer langen Verletztenliste alles andere als selbstverständlich. Lüdi hat eine ihrer besseren Saisons erlebt. Das Sprichwort: Je älter, je besser, ändert sie indes ab. «Je älter, je schlauer. Ich habe gelernt, auf meinen Körper zu hören. Deshalb war überhaupt erst eine Topsaison möglich.»

Seit 2009 fährt sie im Weltcup. In zehn Rennen klassierte sie sich in diesem Winter achtmal in den Top 10. Kurz vor Weihnachten erreichte sie in Innichen mit dem 3. Rang ihren ersten Podestplatz seit fünf Jahren. Ende Februar stand Lüdi auch in Russland als Zweite auf dem Podium.

An der Weltmeisterschaft in den USA verpasste sie als Vierte indes die Medaillenränge. «Das schmerzt. Eine Medaille wäre auf jeden Fall möglich gewesen. Aber sobald ich in einem Final stehe, fahre ich mit der Handbremse.» Den Grund für diese Blockade hat Lüdi bisher nicht herausgefunden.

Keine ideale Vorbereitung

Im Sommer hatte Lüdi noch eine gebrochene Hüfte handicapiert. Die Vorbereitung verlief überhaupt nicht ideal. Und doch hat ihr nun die aktuelle Saison Mut gemacht und sie darin bestätigt, die Karriere bis zu den Olympischen Spielen 2022 fortzusetzen. «Bereits habe ich die Detailplanung für nächste Saison gemacht und die Ziele angepasst.» Mehr verrät sie nicht, verheimlicht aber auch nicht, dass sie gerne wieder zuoberst auf dem Treppchen stehen würde. Ihre drei Weltcupsiege realisierte sie 2014 und 2012 (2).

Vorerst will sie aber das Saisonfinale in Veysonnaz geniessen. «Unweit davon, in Vercorin, habe ich Skifahren gelernt. immer in den Winterferien waren wir da. Mittlerweile wohnen meine Eltern sogar im Wallis. Das macht das Heim-Weltcupfinale für mich speziell.» Rangziele nimmt sich Lüdi keine vor. Bis zum Rennen am Sonntag geht es bei ihr darum, Energie zu tanken. «Seit Weihnachten waren wir immer unterwegs, entsprechend spüre ich nun die Saisonmüdigkeit.» Und wie äussert sich diese? «Die Mittagsschläfchen werden länger», erzählt die 33-Jährige lachend.

Die besten 16 Athletinnen haben sich für den Weltcupfinal qualifiziert. Lüdi als Gesamt-Siebte. Priscillia Annen aus Lauenen verpasste das als 18. knapp. Die Oberländerin ist indes ebenfalls vor Ort und wird sicher als Vorfahrerin zum Einsatz kommen. Bei den Männern sind die besten 32 am Start. Darunter auch Ryan Regez. Der Wengener feierte in dieser Saison in Feldberg (GER) seinen ersten Weltcupsieg.

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