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Armstrong hat Angst vor Franzosen

Lance Armstrong will zum achten Mal die Tour de France gewinnen. Doch mehr als vor den gefürchteten Alpen- und Pyrenäenpässen fürchtet sich der Amerikaner vor den französischen Zuschauern.

Die Franzosen haben Armstrong nie ins Herz geschlossen. Die aussergewöhnlichen Leistungen des Amerikaners waren ihnen stets suspekt. Entsprechend fürchtet Armstrong nun, dass ihm «physische Schäden» zugefügt werden könnten. «Es gibt betrunkene, gehässige Zuschauer am Streckenrand, die schlagen wollen», berichtet der siebenfache Tour-Sieger. 2004 und 2005 habe er beinahe täglich Todesdrohungen erhalten.

«Einige nehmen es persönlich»

«Ich bin ein Amerikaner, der hinfuhr und von Frankreich und Europa den Rekord wegnahm. Das nehmen offenbar einige persönlich», sagte Armstrong. Manche andere Sportarten würden eine solche Legende mit offenen Armen entgegennehmen – nicht die Tour de France.

Epo zur Krebsbehandlung genommen

Die Konkurrenz beobachtet das Comeback des 37-Jährigen ebenfalls mit einiger Skepsis. «Was will er beweisen? Er trat zurück und jetzt – voilà – ist er wieder zurück. Das ist schon bizarr», erklärte Denis Leproux von der Agritubel-Equipe. «Es ist für den Radsport lächerlich und bedenklich.» Auch Marc Madiot von La Fraçaise des Jeux versprüht wenig Euphorie vor der Rückkehr Armstrongs in den Rennzirkus und die Tour de France. «Bevor er eine weitere Tour gewinnen kann, soll er erklären, was 1999 war», sagt der Ex-Profi und spricht damit die nachträglich untersuchten Proben Armstrongs an, in denen Spuren von Epo nachgewiesen wurde. Selber gab Armstrong an, er habe 1996 während der Behandlung seines Hodenkrebs dieses Produkt genommen.

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