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Anstossen mit Urs Freuler

Der Glarner feierte am 6. November seinen 50. Geburtstag. Er ist mit dem Radsport auch nach dem Ende seiner Aktiv-Karriere eng verbunden.

Bahn-WM in Amsterdam: Der Glarner Urs Freuler gewinnt im September 1979 die Bronzemedaille im 50km-Punktefahren.
Bahn-WM in Amsterdam: Der Glarner Urs Freuler gewinnt im September 1979 die Bronzemedaille im 50km-Punktefahren.
Keystone
Sieg in der 1. Etappe der Tour de France: Urs Freuler am 2. Juli 1981 in Bordeaux.
Sieg in der 1. Etappe der Tour de France: Urs Freuler am 2. Juli 1981 in Bordeaux.
Keystone
Die Nase vorn: Freuler gewinnt die 11. Giro-Etappe am 31. Mai 1989 mit Ziel in Mantua vor dem Italiener Mario Cipollini. Der Glarner war bekannt für seine Qualitäten im Finish. Dagegen war er kein Bergfloh.
Die Nase vorn: Freuler gewinnt die 11. Giro-Etappe am 31. Mai 1989 mit Ziel in Mantua vor dem Italiener Mario Cipollini. Der Glarner war bekannt für seine Qualitäten im Finish. Dagegen war er kein Bergfloh.
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Nein, der Mann hat keine Probleme, dass er einen runden Geburtstag mit der Ziffer 5 am Anfang feiert. «Ich habe bisher nichts gemerkt von einer Midlife-Crisis. Und ich fühle mich voll im Saft.» Freuler schmunzelt dabei, so wie man ihn kennt, und fügt an: «Im Gegenteil, ich bin im Stress.»

Als Geschäftsinhaber einer Radsport-Boutique in Uster und als «Tätschmeischter» - zusammen mit Max Hürzeler – für die Zürcher Sixdays wird es dem ehemaligen Allrounder auf Bahn und Strasse keineswegs langweilig. «Aber ich stosse am Abend schon noch mit guten Freunden auf meinen Geburtstag an.» Am Samstag gehts dann zu den Sechstagerennen in München, um weitere Verträge für die Sixjours im Hallenstadion, die neu vom 11. bis 16. Dezember ausgetragen werden, unter Dach und Fach zu bringen.

Beeindruckendes Palmarès

Der am 6. November in Bilten geborene Glarner blickt auf eine erfolgreiche Karriere zurück. An den Bahn-Weltmeisterschaften gewann er 14 Medaillen, zwischen 1981 und 1989 wurde er zehnmal Weltmeister. Bei Sechstagerennen setzte er sich mit verschiedenen Partnern 20 Mal durch. Und insgesamt triumphierte er bei mehr als 70 Strassenrennen. Allein im Giro holte der endschnelle Fahrer 14 Etappensiege. Dazu gesellen sich Erfolge in Teilstücken der Tour de Suisse und Tour de France. 1982 und 1983 wurde er zum «Schweizer Sportler des Jahres» gewählt.

Freuler geniesst nicht nur wegen seiner erfolgreichen Laufbahn im Volk hohes Ansehen. Der sportliche, gutaussehende Typ hat mit seiner unkomplizierten und charmanten Art nicht nur die Herzen der Damenwelt erobert. Und er hat es dank seinem Verstand und seinen Kommunikationsfähigkeiten geschafft, mit den Medienvertretern ein natürliches, offenes Verhältnis aufzubauen.

Dass er sich zum aktuellen Radsport, der heutzutage eine extrem schwierige Phase durchmacht, ebenfalls Gedanken macht, ist logisch. Seine Empfehlung mit dem Thema Doping, mit dem er als Manager des Phonak-Teams von 2002 bis 2005 knallhart konfrontiert wurde, lautet: Nicht nur auf die Athleten losgehen, sondern auch gewisse Pfleger und Sportärzte vermehrt unter die Lupe nehmen. «Bei Betreuern mit dubioser Vergangenheit müsste man mal aufräumen.»

Noch heute pedalt er 3500 bis 4000 km im Jahr, «allerdings nicht mehr regelmässig, dafür fehlt mir zu oft die Zeit.» Freuler weiss: So ohne Leistungsdruck im Sattel zu sitzen - auch das kann reizvoll sein.

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