Beachvolleyball

Alle Schweizer Duos bereits ausgeschieden

BeachvolleyballAnouk Vergé-Dépré und Joana Heid­rich sind an der EM in Lettland wie die anderen Schweizer Duos früh gescheitert.

Fertig taktiert: Anouk Vergé-Dépré (rechts) und Joana Heidrich  müssen an der EM unerwartet früh ihre Koffer packen.

Fertig taktiert: Anouk Vergé-Dépré (rechts) und Joana Heidrich müssen an der EM unerwartet früh ihre Koffer packen. Bild: Keystone

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Wie im letzten Jahr am Heimturnier in Biel waren Achtelfinal-Teilnahmen an den kontinentalen Titelkämpfen im lettischen Jurmala das höchste der Gefühle für die Schweizer Beachvolleyball-Duos.Die gesteckten Ziele für die zwei Frauentandems, sich für die Halbfinals und damit für die Spiele um die Medaillen zu qualifizieren, erschienen angesichts des bisherigen Saisonverlaufs nicht zu hoch. Immerhin waren Joa­na Heidrich / Anouk Vergé-Dépré und Nina Betschart / Tanja Hüberli als Nummern 3 und 4 gesetzt und war die Auslosung günstig. «Aber der Tank schien etwas leer zu sein», gab Trainer Sebastian Beck zu.

Das umstrittene Ass

Im Spiel von Heidrich/Vergé-Dépré gegen die Russinnen Jekaterina Birlowa / Nadeschda Makrogusowa kippte nach einer äusserst umstrittenen Szene im ersten Satz die Stimmung. Statt Freude über den guten Auftakt kam es zu einem kollektiven Schweizer Wutausbruch. Beim Stand von 20:19 gab der Schiedsrichter ein Ass der Bernerin Vergé-Dépré nicht, was zu heftigen Diskussionen am Netz, einer Roten Karte und folglich zum geschenkten Zusatzpunkt zum 21:20 für die Gegnerinnen führte. Davon erholten sich Heidrich/Vergé-Dépré, die dank drei Siegen in der Vorrunde direkt in die Achtelfinals eingezogen waren, trotz eines zweiten Satzballes (23:22) nicht mehr. Sie verloren die Partie 24:26, 15:21.

Bei Betschart/Hüberli deutete nach dem problemlosen Zweisatzsieg in der ersten K.-o.-Runde auch im Achtelfinal alles auf einen weiteren Erfolg ohne Satzverlust hin. Die Innerschweizerinnen führten gegen die Tschechinnen Kristyna Kolocova / Michala Kvapilova 21:13, 13:8, ehe der Faden komplett riss und sie sich schliesslich 21:13, 18:21, 8:15 geschlagen geben mussten.

Zufriedene Männer

Bei den Männern unterlagen Nico Beeler und Marco Krattiger den Polen Grzegorz Fijalek / Michal Bryl 18:21, 16:21. Trotz der Niederlage darf das stärkste Schweizer Duo mit dem Abschneiden zufrieden sein, hatte es doch auf eine Top-10-Klassierung gehofft und diese mit dem geteilten 9. Rang erreicht. (Berner Zeitung)

Erstellt: 18.08.2017, 20:38 Uhr

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