Alle gegen die Berner

Die letzte Doppelrunde der Unihockey NLA steht an. Bereits jetzt ist klar: Drei Berner Spitzenteams werden im Playoff die Gejagten sein.

<b>Könizer Tormaschinen:</b> Jan Zaugg (links) und Manuel Maurer. Foto: Daniel Christen

Könizer Tormaschinen: Jan Zaugg (links) und Manuel Maurer. Foto: Daniel Christen

(Bild: Daniel Christen)

Drei Berner Spitzenteams drücken dem helvetischen Unihockey derzeit den Stempel auf. Vor der letzten Doppelrunde stehen mit Meister Wiler-Ersigen, Floorball Köniz und den Tigers Langnau gleich drei Berner Equipen auf den ersten drei Rängen – es müsste schon mit dem Teufel zugehen, würde sich an dieser Ausgangslage in den letzten zwei Spielen der Qualifi­kation noch etwas ändern. Es ist das erste Mal seit der Spielzeit 2008/2009, dass die Qualifikation derart von den Bernern ­dominiert wird. Auch damals gewann Wiler-Ersigen die reguläre Saison vor Köniz und den Tigers – am Ende triumphierte Wiler in einem epischen Final-Playoff im fünften und entscheidenden Spiel gegen die Tigers und holte den Meisterpokal.

Superfinal in Kloten

Zu einer spannenden Finalserie wie vor 9 Jahren wird es in dieser Saison indes nicht kommen, weil es auch in diesem Frühling einen Superfinal in Kloten gibt, in dem in einem einzigen Spiel über den Meister entschieden wird. «Es spielt für uns theoretisch keine Rolle, ob wir die Qualifikation als Erster oder Zweiter abschliessen, da es im Final keinen Heimvorteil gibt», sagt Marcel Siegenthaler, Verantwortlicher Sport/Kommunikation von Wiler-Ersigen. Dies führe für die letzten Qualifikationsspiele in mentaler Hinsicht zu einer Herausforderung, «vor allem, wenn es für den Gegner noch um viel geht», erklärt Siegenthaler.

Doch die Akteure von Wiler-Ersigen sind professionell genug, damit umzugehen. Aus den letzten drei Partien resultierten für den elffachen Meister drei Siege, zudem versucht die junge Mannschaft im Hinblick auf den Cupfinal gegen GC von nächster Woche im Rhythmus zu bleiben und die Spannung hoch zu halten. Druck auf das Team, das zu Beginn der Saison einen grossen personellen Umbruch zu verkraften hatte, wird seitens des Vereins nicht auferlegt. «Wir sind mit dieser Saison schon sehr zufrieden», sagt Siegenthaler.

Stabile und hungrige Könizer

Zufrieden ist man auch in Köniz. Nachdem die letzte Saison mit Rang 6 in der Qualifikation und dem Aus im Playoff-Viertelfinal enttäuschend geendet hatte, präsentierte sich das Team von Coach René Berliat zuletzt stabil und hungrig – sechs Siege aus den letzten sechs Spielen und 53 erzielte Treffer sprechen Bände. «Wir sind auf guten Wegen, wissen aber, dass wir uns im Playoff steigern müssen», sagt Goalie Patrick Eder. Erfreulich: Auch die Planungen für die nächste Saison laufen auf Hochtouren. Bereits konnten Verträge mit diversen Leistungsträgern verlängert werden, und auch der Nachfolger von Coach Berliat ist mit dem Finnen Jyri Korsmann schon bestimmt.

Ähnliches lässt sich von den ­Tigers berichten. Unlängst wurden die Kontrakte mit den Eigengewächsen Yannick Glauser und Pascal Kropf erneuert. Und auch sportlich gehören die Tigers mit Neo-Coach Michal Rybka zu den positiven Überraschungen. Und so herrscht bei allen Bernern Spitzenclubs Aufbruchstimmung. Was umgekehrt auch bedeutet, dass sie im Playoff gejagt werden.

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