Zwei Sportarten unter einem Hut

Mirco Gerson hat die Hallensaison beim VBC Uni Bern vorzeitig ab­gebrochen, um sich dem Beachvolleyball zu widmen.

Mirco Gerson geht nicht mehr  in der Halle, sondern im Sand  auf Punktejagd.

Mirco Gerson geht nicht mehr in der Halle, sondern im Sand auf Punktejagd. Bild: Christian Pfander

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Beim entscheidenden Spiel des VBC Uni Bern gegen Einsiedeln vor zehn Tagen steht Mirco Gerson nicht wie gewohnt in der Startformation der Berner, sondern nimmt auf der Zuschauertribüne Platz. «Ich wäre gern auf dem Feld gestanden und hätte mein Team unterstützt», sagt der 25-Jährige.

Doch mittlerweile hat er seine Hallenturnschuhe für die nächsten Monate in den Schrank verstaut. «Beachvolleyball hat für mich nach wie vor Priorität», sagt Gerson. Die Entscheidung, dass er schon vor dem entscheidenden Hallenspiel in den Sand zurückkehren würde, haben er und sein Trainer gemeinsam getroffen. «Der VBC Uni Bern war von Anfang an informiert, dass ich wohl nicht die ganze Hallensaison mit ihm absolvieren würde.»

Neuer Partner, neues Glück?

Schon seit seinem 20. Lebensjahr spielt der Berner regelmässig auf der Beachvolley-Worldtour mit, hat mit seinem ehemaligen Partner Philipp Gabathuler zwei Podestplätze errungen.

Seit dieser Saison steht nun der 2,07-Meter-Mann Adrian Heid­rich als Blockspieler an Gersons Seite. An den ersten beiden Turnieren scheiterte das Duo noch in der Qualifikation, nun haben es die beiden am 4-Stern-Event in Doha ins Haupttableau geschafft. «Das muss unser Ziel für die ganze Saison sein», hält Mirco Gerson fest.

Möglichst viele Punkte sammeln, immer wieder die Qualifikationshürde überspringen. «Und dann schauen wir, wie weit der Weg an einem Turnier führen kann.» Gestern reichte es in Doha nicht weiter nach der Gruppen­phase, das Duo verlor aber beide Begegnungen erst im Entscheidungssatz.

Schwierige Finanzen

Wie viele Reisen, die über den ganzen Globus verteilt sind, ­Heidrich/Gerson in dieser Saison auf sich nehmen werden, hängt nicht primär mit der mentalen Verfassung zusammen. «Sich immer wieder zu motivieren für den nächsten Ernstkampf und alles auf dem Platz zu geben, ist nicht so schwierig», sagt der Berner. Der Siegeswille bleibe auch bestehen, wenn man mal in der Qualifikation hängen bleibe. «Solange Erfolgserlebnisse wie hier in Doha dazukommen, geht das.»

Und vor allem gehe es anderen Teams genau gleich wie ihnen. Schwierig sei die ganze Reiserei vor allem des Geldes wegen. «Wir bewegen uns nicht im grünen Bereich», erklärt Gerson. Trotzdem versucht das Duo, mit seinen Möglichkeiten möglichst viele Turniere zu bestreiten.

Halle bleibt ein Thema

Ob und wann der Beachvolley­baller, wenn im Herbst die Worldtour zu Ende ist, nach Bern in die Neufeldhalle zurückkehren, seine Hallenschuhe wieder schnüren und mit dem VBC Uni Bern in die nächste NLA-Saison steigen wird, kann er im Moment noch nicht abschätzen. «Ich möchte beim VBC Uni Bern bleiben, denn es macht Spass, in diesem Umfeld und mit den Leuten ein gemein­sames Ziel zu verfolgen.» Es motiviere ihn, zu sehen, dass sich die Mannschaft und der Verein weiterentwickeln wollten. «Da würde ich gern weiterhin Teil davon sein», sagt Gerson. (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.03.2018, 13:19 Uhr

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