Vier Städte für eine WM

Heute Freitag beginnt in Holland die Weltmeisterschaft im Beachvolleyball. Die vier Schweizer Teams sollen an den Titelkämpfen in den Achtelfinal einziehen.

Nadine Zumkehr und ihre Partnerin Joana Heidrich wurden in eine Gruppe mit Isabelle Forrer/Anouk Vergé-Dépré eingeteilt.

Nadine Zumkehr und ihre Partnerin Joana Heidrich wurden in eine Gruppe mit Isabelle Forrer/Anouk Vergé-Dépré eingeteilt.

(Bild: Andreas Blatter)

Marco Oppliger@BernerZeitung

Holland setzt neue Massstäbe. Erstmals wird eine Beachvolleyball-Weltmeisterschaft nicht in einer Stadt, sondern gleich in vier Orten ausgetragen. Ab heute messen sich in Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Apeldoorn die besten 48 Teams pro Geschlecht an den internationalen Titelkämpfen. Vier Schweizer Duos haben sich für die WM qualifiziert: Philip Gabathuler/Marc Gerson sowie Nadine Zumkehr/Joana Heidrich, Tanja Goricanec/Tanja Hüberli und Isabelle Forrer/Anouk Vergé-Dépré.

Ein WM-Titel würde sich dieses Jahr gleich doppelt auszahlen: Neben dem Preisgeld von 70'000 US-Dollar erhalten die Weltmeister und Weltmeisterinnen einen Fixplatz für ihre Nation an den Olympischen Spielen in Rio 2016. Allerdings dürften die Schweizer Teilnehmer diesbezüglich kaum Chancen haben.

In direktem Konkurrenzkampf

Das Viertelfinalout von Isabelle Forrer und Anouk Vergé-Dépré am Grand-Slam-Turnier in St.Petersburg (USA) stellt 2015 das helvetische Bestergebnis dar. Gewiss haben Nina Betschart und Nicole Eiholzer an den Europaspielen in Aserbeidschan am vergangenen Wochenende triumphiert, allerdings war das Teilnehmerfeld in Baku im Vergleich zu jenem an einem World-Tour-Turnier schwach besetzt.

Am konstantesten aus Schweizer Optik ist in dieser Saison das Duo Zumkehr/Heidrich. Dreimal sind die Frutigerin und die Klotenerin auf der World Tour in einen Achtelfinal vorgestossen, davon zweimal an einem stark besetzten Turnier der neu lancierten Major Series. An der WM in Holland treffen die beiden bereits in der Gruppe auf Forrer/Vergé-Dépré.

Das ist suboptimal: Denn für die erste K.-o.-Runde (Sechzehntelfinals) qualifizieren sich alle Gruppenersten und -zweiten sowie acht der zwölf Gruppendritten. Also stehen die vier Schweizerinnen in direktem Konkurrenzkampf. «Erfahrungsgemäss sind dies nicht die interessantesten Partien, da wir uns aus dem Training gut kennen», hält Zumkehr fest. «Aber davon abgesehen ist es für uns ein normales WM-Startspiel.»

Männer mit Mühe

Anders präsentiert sich die Ausgangslage bei den Männern. Mit Gabathuler/Gerson hat sich aufgrund der Weltranglistenpunkte lediglich ein Schweizer Team für die WM qualifiziert. Die beiden Aufsteiger der letzten Saison – sie erreichten auf der World Tour zweimal einen 3. Platz – bekunden 2015 allerdings Mühe. In St.Petersburg (USA) kamen sie bereits zum zweiten Mal nicht über die Gruppenphase hinaus.

Einzug in den Achtelfinal: So lautet die Vorgabe an alle vier Teams seitens des Verbandes. Nimmt man die letzte WM als Massstab, würde dies bereits einen Erfolg darstellen: In Stare Jablonki (Pol) bedeuteten vor zwei Jahren zwei 17. Plätze das höchste der Schweizer Beachvolleyball-Gefühle.

Berner Zeitung

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