Matthias Sempach muss passen

Derweil Matthias Siegenthaler am Sonntag am «Emmentalischen» in Zollbrück sein Comeback geben wird, lässt der Rücken von Matthias Sempach keinen Ernstkampf zu.

Angeschlagen: Matthias Sempach plagen nach wie vor Probleme im Rückenbereich.

Angeschlagen: Matthias Sempach plagen nach wie vor Probleme im Rückenbereich. Bild: Christian Pfander

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20 Monate lang hat Matthias Siegenthaler pausieren müssen – die Gedanken ans Karriereende kamen nach diversen Knieoperationen unweigerlich auf. Nun jedoch scheint die Leidenszeit ein Ende zu haben: Der gebürtige Truber will am Sonntag an seinem Heimfest in Zollbrück das Comeback geben, der umfassende Belastungstest am Mittwochabend fiel positiv aus. «Das Knie hält», meint der achtfache Kranzfestsieger kurz und knapp.

Anders präsentiert sich die ­Situation bei Matthias Sempach. Vergangenen Sonntag zwickte es den Schwingerkönig von 2013 am «Mittelländischen» in Habstetten im Rücken, trotz intensiver Therapie ist er nach wie vor angeschlagen.

Sempach weilte gar bei einem Spezialisten für Biokinematik im Schwarzwald. Er hofft auf ein Comeback am «Oberaargauischen» (19. Mai), wobei er nichts erzwingen will. «Ich werde erst wieder Wettkämpfe bestreiten, wenn ich mich hundertprozentig fit fühle.»

Graber vor 100. Kranz

Sempach hin oder her – mit 13 «Eidgenossen» ist das «Emmentalische» äusserst stark besetzt. Gemeldet ist Simon Anderegg, der auf die Teilnahme am ­«Mittelländischen» verzichten musste. Der Haslitaler hatte wegen Rippenbeschwerden während sechs Wochen nicht trainieren können, im Anschwingen (ab 8 Uhr) wird er sich mit Christian Gerber duellieren.

Zu Beginn kommt es überdies zu den Spitzenpaarungen Christian Stucki - Remo Käser, Kilian Wenger - Matthias Aeschbacher, Curdin Orlik - Philipp Reusser, Matthias Siegenthaler - Philipp Roth, Patrick Schenk - Ruedi ­Roschi sowie Thomas Sempach - Remo Stalder. Stalder, 53-facher Kranzgewinner aus der Nordwestschweiz, ist der bekannteste Gast im Feld.

Von besonderer Bedeutung ist das Kräftemessen für Willy Graber. Am zweiten Gauverbandsfest der Saison könnte der 33-Jährige die magische Marke von 100 Kranzgewinnen erreichen; er wäre nach Christian Stucki (119), Matthias Glarner (113), Thomas Zaugg (110), Matthias Sempach (106), Niklaus Gasser (102) und Christian Dick (101) der siebte Berner, dem dieses Kunststück gelingen würde.

Es ist erstaunlich, wie stark sich der Bolliger bereits wieder präsentiert, liess er sich doch erst im vergangenen November am Kreuzband operieren. (Berner Zeitung)

Erstellt: 11.05.2018, 09:53 Uhr

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