«Ich sehne mich nach Liebe»

Iouri Podladtchikov erlitt im Januar eine Hirnblutung. Nun ist er auf dem Weg zurück und erzählt, wie ihn die Verletzung innerlich beinahe explodieren liess.

«Wenn ich jemals aufhöre, dann mit einer hohen Note»: Iouri Podladtchikov machte sich Gedanken zum Rücktritt. Foto: Fabienne Andreoli

«Wenn ich jemals aufhöre, dann mit einer hohen Note»: Iouri Podladtchikov machte sich Gedanken zum Rücktritt. Foto: Fabienne Andreoli

Christian Zürcher@suertscher

Iouri Podladtchikov hat Angst. Angst vor Fragen, auf die er keine Antwort weiss. Also lehnt er über Monate Interviewanfragen ab – eine, zwei, drei. Mitte August geht es schnell. Anfrage, dann innert Minuten die Zusage, Podladtchikov hat Antworten gefunden. Bei einem Sturz im Januar schlägt er schwer mit dem Kopf auf und erleidet eine Hirnblutung, er muss auf die Olympischen Spiele in Südkorea verzichten und kann seine Goldmedaille nicht verteidigen. Podladtchikov kann während Wochen keine zwei Buchseiten mehr lesen, einfache Dinge werden zu grossen Aufgaben – die Karriere ist in der Schwebe. Ärzte sagen ihm, wenn er in dieser Verfassung noch einmal auf den Kopf falle, stehe er nicht mehr auf.

Tages-Anzeiger

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