Gemeinsame Freude ist dreifache Freude

Orientierungslauf

Die Schweizer Frauenstaffel mit der Baslerin Ines Brodmann sowie den Bernerinnen Judith Wyder und Simone Niggli gewinnt an der WM in Lausanne in souveräner Manier die Goldmedaille.

Freuen sich ueber den Sieg der Staffel v.l. Judith Wyder, Simone Niggli-Luder und Ines Brodmann bei den Orientierungslauf Weltmeisterschaften in Chalet a Gobet.

Freuen sich ueber den Sieg der Staffel v.l. Judith Wyder, Simone Niggli-Luder und Ines Brodmann bei den Orientierungslauf Weltmeisterschaften in Chalet a Gobet.

(Bild: Keystone Alexandra Wey)

Ines Brodmann macht Luftsprünge, Judith Wyder geniesst den Triumph mit geschlossenen Augen, Simone Niggli bringt es auf den Punkt: „Heute ist von A bis Z alles aufgegangen“, sagt die 34-jährige OL-Königin – und liegt dabei fast richtig. Startläuferin Brodmann war gleich zu Beginn der WM-Staffel oberhalb von Lausanne ein grösserer Fehler unterlaufen; die Baselbieterin vermochte den Zeitverlust jedoch wettzumachen.

Wyder liess sich von einer kleinen Unsicherheit nicht beirren, spielte ihre läuferischen Qualitäten aus und schickte Niggli mit einem Rückstand von 42 Sekunden auf die führenden Schwedinnen auf den Schlussabschnitt; die restlichen Equipen kämpften nur noch um Bronze. „Das war genau jene Ausgangslage, die ich mir gewünscht hatte“, resümiert die nunmehr 20-fache Weltmeisterin und hält fest, der Staffeltitel sei der wertvollste, den sie in dieser Woche errungen habe. „Oft waren wir nahe dran; das eine oder andere Mal vermasselte ich es selbst. Nun bin ich auch für meine Kolleginnen extrem glücklich, dass ich es durchziehen konnte.“

Niggli demonstrierte ihre aussergewöhnlichen Fähigkeiten, holte die erst 19-jährige Schwedin Tove Alexandersson ein, distanzierte sie um fast zweieinhalb Minuten und verteilt im Ziel Komplimente. Brodmann habe ihr Pensum „wie ein Uhrwerk“ absolviert, Wyder nach einer schwierigen Woche ein hervorragendes Rennen gezeigt, hält die Teamleaderin fest. Wyder vermag ihr Glück kaum zu fassen, sagt, der Zieleinlauf zu dritt vor Heimpublikum sei „das schönste, das ich mir vorstellen kann“.

Für die 24-Jährige aus Zimmerwald ist die Genugtuung riesig, weil sie die Erwartungen in den Einzelrennen nicht erfüllen konnte. Was dieser Auftritt für das Team bedeutet, offenbart die Reaktion von Maja Kunz. Die Nationaltrainerin, eine gelassene Zeitgenossin, sucht nach Worten, kämpft mit ihren Gefühlen, als sie auf die Bedeutung des Erfolgs angesprochen wird und sagt, „Simone gewinnt ihren 20. Titel mit der Staffel. Schöner geht es eigentlich nicht.“

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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