Die neue Rolle von Meister Floorball Köniz

«Nun sind wir die Gejagten», sagt Heinz Zaugg, Sportchef von Floorball Köniz. Der Titelverteidiger steigt mit neuem Coach in die Saison.

Floorball Köniz tritt die Mission Titelverteidigung mit neuem Coach an: Jyri Korsman.

Floorball Köniz tritt die Mission Titelverteidigung mit neuem Coach an: Jyri Korsman. Bild: Fabian Trees

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Was waren das für Emotionen, als Akteure und Funktionäre von Floorball Köniz im April nach dem gewonnenen Superfinal gegen Wiler-Ersigen erstmals in der Vereinshistorie den Meisterpokal in die Höhe stemmen konnten. Auch Monate später hallt der Triumph bei den Berner Vorstädtern noch nach. «Es war ein überragendes Ereignis für alle. Wir hoffen nun, dass wir unseren Erfolg zum 20-Jahr-Jubiläum des Clubs auch noch etwas vermarkten können und mit Events rund um die Heimspiele auch noch den einen oder anderen Zuschauer mehr anlocken», sagt Sportchef Heinz Zaugg.

Der Meistertitel beschert dem Verein indes auch eine neue Ausgangslage, weil die anderen Teams den Champion nun natürlich vom Thron stossen möchten. «Wir sind als Schweizer Meister nun nicht mehr die Jäger, sondern die Gejagten», erklärt Zaugg, der auf die kommende Saison hin auch einen Umbruch im Kader zu moderieren hat.

Die routinierten Verteidiger Kaspar Schmocker und Florian Kuchen traten zurück, Tormaschine Manuel Maurer sowie die schwe­dischen Verstärkungsspieler Jes­per Johansson und Hampus Dargren verliessen den Verein in Richtung Schweden. Und auf Meistertrainer René Berliat folgte im Sommer der Finne Jyri Korsman.

Vieles ist neu bei den Könizern, doch Sportchef Zaugg hat alles dafür getan, die Abgänge adäquat zu ersetzen. «Es sind einige Veränderungen, die wir mit ausländischen Transfers kompensieren. Wir haben ein gutes Kader und sind in der Breite gut besetzt», sagt Zaugg. Aus Finnland kamen mit Angreifer Tuomas Iiskola und Verteidiger Jonne Junkkarinen zwei Hoffnungsträger, die ebenso Akzente setzen sollen wie der sechsfache Schweizer Meister mit Wiler-Ersigen, Olivier Hirschi (26), der aus Schweden in die Schweiz zurückkehrt.

Aber auch an der Seiten­linie erhofft man sich durch Korsman neuen Schwung. Er bringe frischen Wind, habe einen anderen Führungsstil und andere Trainingsmethoden als Berliat, meint Zaugg. «In der Defensive will er nicht viel verändern. Aber er legt den Schwerpunkt auf die Arbeit mit dem Ball und will das Team spielerisch weiterentwickeln.»

Nach dem Abgang von Kaspar Schmocker wurde mit Stefan Castritscher übrigens ein neuer Captain ernannt. Der umsichtige Defensivcrack führt somit eine schöne Tradition weiter: Denn seit dem Aufstieg im Jahr 1998 trug stets ein einheimischer Verteidiger die Captainbinde der Vorstädter.

Kurz vor dem Start in die neue Saison, die mit dem Supercupfinal am heutigen Samstag und nur einen Tag später mit dem ersten Meisterschaftsspiel bei den Tigers starten wird, gibt es indes auch zwei Hiobsbotschaften. Ersatzgoalie Lukas Genhart und Verteidiger Daniel Herzog fallen nach Operationen beide für längere Zeit aus. (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.09.2018, 11:49 Uhr

Transfers

Zuzüge: Tuomas Iiskola (EräViikingit, Finnland), Jonne Junkkarinen (Happee, Finnland), Olivier Hirschi (Grimsta AIK, Schweden), Julian Alder (WaSa), Tobias Baumann, Jascha Blaser, Cedric Haldemann, Cyrill Haldemann (alle Nachwuchs).

Abgänge: Manuel Maurer (Växjö, Schweden), Jesper Johansson, Hampus Dargren (beide zurück nach Schweden), Florian Kuchen, Kaspar Schmocker (beide Rücktritt).

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