Berger zurück bei Wiler-Ersigen

Thomas Berger, mit Wiler-Ersigen sechsmal Meister geworden, übernimmt bei den Unteremmentalern wieder das Traineramt.

Thomas Berger trägt ab Juli wieder Grün-Weiss.

Thomas Berger trägt ab Juli wieder Grün-Weiss. Bild: zvg

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Die Differenz zwischen Anspruch und Realität ist gross. Die Uni­hockeyaner Wiler-Ersigens, zuvor innert zwölf Jahren zehnmal Meister geworden, stolperten im Viertelfinal über Malans, nachdem sie die Qualifikation auf Platz 2 beendet hatten. Insofern überrascht es nicht, gibt es im Betreuerstab Veränderungen. Erstaunlich hingegen ist, um wen es sich beim neuen Cheftrainer handelt.

Thomas Berger verliess die Unteremmentaler vor fünf Jahren, nachdem sie unter seiner Obhut zur überlegenen Nummer 1 im Land geworden waren. Die Trennung erfolgte nicht im Frieden. Berger hätte seine Tätigkeit gerne fortgesetzt, die Spieler hingegen forderten nach siebeneinhalb Jahren ein neues Gesicht. Was zumindest partiell auf die Einstellung des Bündners zurückzuführen war. Er gilt als ebenso viel leistender wie verlangender Perfektionist – als einer von ganz wenigen Schweizer Profis in der Amateursportart Unihockey. Abnützungserscheinungen sind bei derartigen Konstellationen fast nicht zu vermeiden.

Laut Marcel Siegenthaler beruht die Rückholaktion auf der Saisonauswertung. «Seitens der Spieler wurde der Wunsch nach einem klaren Chef geäussert», hält der Sportchef fest. Im letzten Jahr teilten sich der Schwede Olle Thorsell und der Tscheche Radek Sikora die Verantwortung. Von Thorsell erhofften sich die Verantwortungsträger, dass er in die Rolle seines in die Heimat zurückgekehrten Landsmanns und Vorgängers Johan Schönbeck schlüpfen würde. Laut Siegen­thaler teilte der 35-Jährige der Klubführung jedoch mit, er sehe sich aus beruflichen Gründen ausserstande, noch mehr Zeit in den Sport zu investieren.

Die Ursachen der Wahl Bergers gehen über die Bedürfnisse des NLA-Teams hinaus. Wiler-Ersigen plant gemeinsam mit Wizards Bern-Burgdorf den Aufbau einer Unihockeyakademie. Berger war jahrelang U-19-Nationaltrainer, gilt als guter Ausbildner. Sein Wissen dürfte in Gestaltung und Betrieb der Institution einfliessen. Was die Kerntätigkeit anbelangt, lassen sich Altlasten nahezu ausschliessen. Von jenen Spielern, die mit ihm serienweise Titel gewannen, sind nur noch die Hofbauer-Brüder aktiv. Deren Einstellung gleicht jener Bergers – sie sind Profis.

Noch nicht abgeschlossen ist die Kaderplanung. Sicher ist, dass Verteidiger Nicola Bischofberger den nächsten Winter in Schweden verbringen wird. Flügel Patrick Mendelin steht Wiler-Ersigen in der nächsten Saison auch in den Playoffs zur Verfügung, der Finne Jami Manninen wechselt zum schwedischen Superligisten Helsingborg. (Berner Zeitung)

Erstellt: 26.04.2016, 09:42 Uhr

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