Als Neuenburg mit dem Rücken zur Wand stand, baute Köniz ab

Eine Woche nach der Niederlage gegen Kanti Schaffhausen hat Volley Köniz erneut verloren: Die «Filiale» aus Neuenburg setzte sich gegen den Berner Vorortsklub in einer spannenden Begegnung 3:1 durch.

Durchlässiger Block: Die Könizerinnen Mindi Wiley (links) und Anika Schulz greifen ins Leere.

Durchlässiger Block: Die Könizerinnen Mindi Wiley (links) und Anika Schulz greifen ins Leere.

(Bild: Andreas Blatter)

Am Schluss sassen die Könizer Volleyballerinnen mit leeren Blicken frustriert am Boden. In einer an Spannung kaum mehr zu überbietenden Partie verlor der Berner Vorortsklub gegen die «Könizer Filiale» Neuenburg 1:3 (30:32, 25:23, 23:25, 26:28). Alle vier Durchgänge endeten mit der Minimaldifferenz von zwei Punkten – in beiden Tiebreaks setzten sich die Romands, bei denen mit Sabine Frey, Diva Boketsu und Anna Protasenia drei ehemalige Könizerinnen mitwirkten, nach abgewehrten Satzbällen durch. Das Team von Dirk Gross hat in den entscheidenden Spielphasen (ab 20 Punkte) unverständlicherweise nachgelassen. So führte Köniz im ersten und vierten Satz scheinbar vorentscheidend 24:21 und 23:20.

Instabile Annahme

«Wir haben verdient verloren. Neuenburg hat unsere individuellen Fehler ausgenutzt», konstatierte Gross. Der Könizer Teamchef war enttäuscht über den Leistungsabfall seiner Schutzbefohlenen. Namentlich kritisieren wollte Gross keine Spielerin. Er sagte bloss: «Wir machten viele technische und taktische Fehler.» Der deutsche Volleyballlehrer bat aber auch um Nachsicht: «Im Angriff waren wir in der vergangenen Saison mit Onuma Sittirak und Aniara Muñoz überdurchschnittlich gut besetzt. Diese Spielerinnen müssen wir heuer ersetzen. Das braucht seine Zeit.»

In der Annahme baute Köniz nach starkem Beginn enorm ab. So konnte Passeuse Kristel Marbach, die schon besser gespielt hat, einige Bälle nur in extremis erlaufen. Die Konsequenz der ungenauen Zuspiele aus dem Hinterfeld: Köniz brauchte zu viele Anläufe, um den Angriff erfolgreich abzuschliessen. Eine ordentliche Leistung zeigte Diagonalspielerin Barbara Dégi, die 18 Gewinnpunkte beisteuerte. «Wir sind ein neues Team, das sich gerade findet. Die Automatismen werden wir von Spiel zu Spiel perfektionieren. Wir müssen Ruhe bewahren», sagte die ungarische Nationalspielerin.

Eine gute Nachricht gab es für Volley Köniz aber doch noch: Die Spielerinnen präsentierten sich erstmals im neuen Trikot. Darauf prangte der Name eines solventen Hauptsponsors: Westside.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt