Abgeklärt und magisch

Wiler-Ersigen hat seinen Lauf im Playoff fortgesetzt. Auch das dritte Spiel im Halbfinal gegen Winterthur wurde souverän mit 7:2 gewonnen.

Ein Ausnahmespieler: Daniel Johnsson (rechts) trumpfte gegen Rychenberg Winterthur gross auf (Archivbild/Keystone)

Ein Ausnahmespieler: Daniel Johnsson (rechts) trumpfte gegen Rychenberg Winterthur gross auf (Archivbild/Keystone)

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«Vielleicht würde uns eine Niederlage mal ganz guttun», hatte Wiler-Ersigens Rekordspieler Matthias Hofbauer im Vorfeld des dritten Halbfinalspiels gegen Rychenberg Winterthur halb im Ernst, halb im Jux gesagt. Der Hintergrund für Hofbauers Worte war klar: 4:0 gewannen die Unteremmentaler die Serie im Viertelfinal gegen Uster, gefordert wurden sie dabei kaum. Und auch die ersten zwei Partien des Halbfinals gegen Rychenberg Winterthur gewann Wiler-Ersigen derart souverän und stilsicher, dass sich der neutrale Zuschauer fragt: Wer soll den elf-fachen Meister in dieser Saison überhaupt stoppen?

Was Hofbauer meinte: Vielleicht braucht es auch mal einen Schuss vor den Bug, damit die Konzentration hoch bleibt und ja kein Schlendrian einkehrt. Vielleicht sind die Unteremmentaler aber einfach auch viel zu abgeklärt und zu spielstark, damit ihnen dies überhaupt passieren könnte. Denn wie souverän der SVWE am letzten Samstag im TV-Spiel in Kirchberg gegen Rychenberg Winterthur wieder auftrumpfte, mutete beeindruckend an.

Starke Defensive

In der ausverkauften Grossmatthalle legte Wiler-Ersigen den Grundstein zum dritten Sieg im dritten Vergleich mit den Zürchern dank einer guten Defen­sive, gegen welche die Winterthurer kein Rezept fanden. Zwar gingen die Gäste erstmals in der Serie in einem Spiel 1:0 in Führung (3.), es war aber nicht mehr als ein Strohfeuer. In regelmässigen Abständen erzielte Wiler-Ersigen danach seine Treffer, am Ende des Spiels lautete das Verdikt 7:1 für die vor Spielfreude strotzenden Unteremmentaler.

Allen voran der schwedische Stürmer Daniel Johnsson wurde seinem Übernamen «Magic» wieder mal gerecht. Der Edeltechniker erzielte nicht nur drei Tore, er entzückte die Zuschauer in der Halle und an den TV-Bildschirmen mit einem fantastischen «Zorro»-Tor, das auf der Website des Schweizer Fernsehens SRF danach viral lief und x-fach kommentiert wurde. (Berner Zeitung)

Erstellt: 02.04.2018, 19:44 Uhr

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