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15. Paralympics-Gold für Frei

Der 54-jährige Heinz Frei verteidigt an den Paralympics in London seinen Titel im Handbike-Zeitfahren über 16 Kilometer. Sandra Graf und Ursula Schwaller holen bei den Frauen Gold und Bronze.

Altmeister Heinz Frei staunte einmal mehr über sich. «Es ist eine riesige Überraschung, dass ich vier Jahre nach Peking die jüngeren Athleten wieder in Schach halten konnte», erklärte Frei. Er hatte für die Rennen in Brands Hatch sein Training umgestellt, reiste für einmal vor einem Grossanlass nicht ins Höhentrainingslager, sondern suchte sich vor der Haustüre eine identische Strecke zu Brands Hatch. «Ich fand eine gleich coupierte Strecke, trainierte dort bis zur Abreise nach London. Trotzdem durfte ich nicht mit der 15. Goldmedaille rechnen.» Am Abend vor dem Rennen griff Tüftler Frei zum Multi-Sackmesser, das er in Sydney von Alt-Bundesrat Adolf Ogi erhalten hatte und schnitt den 'Schwanz« an seinem Zeitfahrhelm ab, damit die Bewegungsfreiheit beim Drehen des Kopfes grösser wurde. Eine Massnahme, die sich seiner Ansicht nach auszahlte.

Für Sandra Graf war Gold in der zweiten Frauen-Kategorie nach Bronze im Marathon von Peking 2008 die zweite Paralympics-Medaille. Die 43-jährige Vize-Weltmeisterin war trotz der Enttäuschung über 5000 Meter in der Leichtathletikals Favoritin in ihrer Klasse gestartet. »Anfangs fühlte ich mich schlecht, die Arme schmerzten, ich fand den Rhythmus nicht. Doch es gab nichts anderes als kämpfen und nochmals kämpfen. Endlich habe ich es geschafft«, kommentierte die zweifache Mutter ihren Exploit.

Weltmeisterin Ursula Schwaller konnte auf der zweiten Streckenhälfte wegen des schmerzenden rechten Daumens nicht mehr schalten und holte mit Bronze in ihrer Klasse das Maximum aus der Situation heraus. Damit nähert sich die Schweizer Delegation mit dreimal Gold und zweimal Bronze der Zielsetzung von elf Medaillen.

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