Warum Sie das Leon-Spiel sehen sollten

Die Thuner empfangen am Samstag (17.30 Uhr) in Gümligen den spanischen Grossclub Ademar Leon. Für Wacker handelt es sich dabei um den Höhepunkt in der Kampagne.

<b>Ein Kampf – auf und neben dem Platz:</b> Wacker Thun (im Bild: Simon Huwyler).

Ein Kampf – auf und neben dem Platz: Wacker Thun (im Bild: Simon Huwyler).

(Bild: Patric Spahni)

Es gibt eine Menge Gründe, die Champions League doof zu finden. Die Tatsache, dass finanziell zumeist drauflegt, wer teilnimmt, ist einer davon. Nach den vier Auftritten der Thuner heuer aber lässt sich festhalten: Die Königsklasse macht durchaus Spass.

Am Samstag empfängt Wacker in der Mobiliar-Arena in Gümligen (17.30 Uhr, live auf Mysports) den spanischen Club Ademar Leon. Wir nennen Ihnen sechs Gründe, weswegen Sie sich die Partie nicht entgehen lassen sollten.

1. Die Begegnungen sind spannend. Mit Ausnahme der Auftaktpartie, als Martin Rubins Team in Plock, Polen, 24:34 verloren hatte, war der Ausgang sämtlicher Spiele der Thuner bis in die Schlusssekunden ungewiss. Am Samstag etwa kassierten die Berner Oberländer daheim gegen den norwegischen Meister Elverum im finalen Augenblick den einen Treffer, der sie um den Punktgewinn brachte.

2. Es fallen ausgesprochen viele Tore. Tritt Wacker heuer in der Champions League an, fallen stets eine Menge Treffer. 113 erzielte der Schweizer Meister in den vier absolvierten Partien, 125 kassierte er.

3. Sehen Sie dem Beinahe-Topskorer zu. 28 Tore steuerte Linkshänder Ron Delhees bei. Der Zuzug belegt in der Wertung der produktivsten Akteure nach vier Runden Rang zwei. Lediglich einen Treffer mehr geworfen hat der Spitzenreiter, wobei es sich um Alex Dujshebaev handelt, einen der besten Rückraumrechtskräfte überhaupt.

4. Der Gegner verkörpert Extraklasse. Wacker trifft am Samstagabend auf Ademar Leon, und das ist fraglos der prominenteste Club in der Gruppe der Thuner. Das Team aus dem Westen Spaniens ist der zweitbeste Verein im Land des Europameisters. 13-mal hat sich der Meister von 2001 für die Königsklasse qualifiziert, 4-mal erreichte er den Viertelfinal. Mit Linksflügel Juan Garcia beschäftigt Leon jenen Spieler mit den meisten Toren in der spanischen Liga überhaupt. Ein weiterer Leistungsträger ist Keeper Ignacio Biosca; er glänzte letzte Saison mit Topabwehrquoten.

5. Besuchen Sie die modernste Halle des Kantons. Heuer trägt Wacker seine Champions-League-Matchs in der Mobiliar-Arena in Gümligen aus, die von Heimclub BSV Bern erst im Sommer dieses Jahres bezogen worden ist. Die Spielstätte bietet Komfort und eine tolle Atmosphäre. Ausgelastet war sie in den bisherigen beiden Partien nicht ansatzweise.

6. Unterstützen Sie einen Club, der Unterstützung braucht. Wie viele Sportvereine steht Wacker finanziell nicht sonderlich gut da, auch die Thuner sind angewiesen auf Support. Auf einer Crowdfundingplattform sammeln sie Geld für eine Kampagne, die sie vor­aussichtlich 450 000 Franken kostet. Freilich hilft den Berner Oberländern auch ein grosser Zuschaueraufmarsch an den Heimspielen.

ahw

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