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Visp wahrte makellose Heimserie

Um ein Haar wäre eine der beeindruckendsten Heimserien in der Nationalliga-Geschichte gerissen. Leader Visp setzte sich gegen den Vorletzten Basel 3:2 nach Penaltyschiessen durch und feierte so den 19. Sieg im 19. Heimspiel.

Für die Gäste ist es ein schwacher Trost, dass sie als erst viertes Team wenigstens einen Punkt aus der Litterna-Halle entführen konnten. Sie führten zweimal und auch bis 66 Sekunden vor Schluss, ehe Joel Genazzi der 2:2-Ausgleich gelang. Doch damit war der Epilog noch lange nicht in Sicht: Es brauchte nicht weniger als 28 Penalties, um die beiden Teams auseinander zu dividieren.

Auch Lausanne musste für den siebten Sieg in Serie hart kämpfen. Sierre glich gegen den Favoriten in der letzten Minute aus und hatte in der Verlängerung durch Jürg Dällenbach sogar den Sieg auf dem Stock. Gianluca Mona wehrte aber diese Chance bravourös ab und im direkten Gegenzug sicherte Alexandre Tremblay mit seinem zweiten Tor den Zusatzpunkt.

Immer mehr zum Spektakel-Stadion der Liga entwickelt sich das Kleinholz, das seit den Zeiten von André Rötheli nie mehr so viel Offensivpower gesehen hat wie in den letzten beiden Wochen. Vor 13 Tagen hatte Olten gegen Visp innert 135 Sekunden vier Tore erzielt, gestern erging es den Solothurnern in noch kürzerer Zeitspanne umgekehrt. Nach einer vermeintlich komfortablen 3:0-Führung bis zur 26. Minute gegen Ajoie kehrte die Gäste das Spiel nach einem Timeout mit vier Treffern innert 77 Sekunden. Das ist der zweitschnellste Wert der Liga: am 9. März 1991 hatte Lausanne beim 16:5 gegen Chur sogar nur 61 Sekunden für das Viererpack benötigt. Als Krönung in der verrückten Partie erzielte dann Sébastien Hostettler den 5:4-Siegestreffer für die Ajoulots mittels Shorthander.

La Chaux-de-Fonds besiegte Thurgau 7:3 und löste dadurch als sechstes Team das Playoff-Ticket. Erneut in bester Torlaune präsentierte sich Benoit Mondou, der schon vor Wochenfrist einen Hattrick erzielt hatte. Der Québecois, einstiger Achtrunden-Draft der Boston Bruins, erzielte vier Treffer, darunter einen lupenreinen Hattrick innert zehn Minuten im Schlussabschnitt.

Langenthal siegte bei den GCK Lions 3:1, Ambri-Leihspieler Mike Maneluk fügte sich mit einem Treffer gut ins Ensemble von Sportchef Reto Kläy ein.

Rangliste (je 37 Spiele): 1. Visp 85. 2. Lausanne 73 (140:101). 3. Olten 73 (152:108). 4. Ajoie 64. 5. Sierre 62. 6. La Chaux-de-Fonds 56. 7. Langenthal 49. 8. Thurgau 35. 9. Basel 30. 10. GCK Lions 28 (105:163).

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