Diese Tormaschinerie muss der FC Zürich stoppen

Zuletzt gab es für die internationalen Gegner von AEK Larnaca auf der Insel nichts zu holen.

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Statistiken sind oft nicht die ganze Wahrheit. Zum Glück, dürfte man sich beim FC Zürich sagen, sonst hätte man die Fussballschuhe heute auf Zypern vermutlich von vornherein mit Flip-Flops tauschen und statt dem Gastspiel in Nikosia einen Kurztrip im Sommerhotspot Ayia Napa einschalten können.

AEK Larnaca ist das, was man als klassische Heimmacht bezeichnen muss – vor allem auf europäischer Bühne. Der zypriotische Cupsieger ist nicht nur seit sieben Europacup-Spielen ungeschlagen – in dieser Phase gab es vier Siege und drei Unentschieden – zu Hause kennen sie auch nur eine Form des Resultats: das «zu Null». Siebenmal in Serie beendeten sie einen internationalen Einsatz daheim ohne Gegentor. 20:0 lautet das Torverhältnis in dieser Zeit, schon 12 Mal hat AEK in dieser Saison getroffen, viermal gegen Dundalk, fünfmal gegen Sturm Graz, dreimal gegen Trencin.

«Wir müssen in ihnen nun nicht gerade Real Madrid sehen», schränkt Ludovic Magnin ein. Der FCZ-Trainer weiss aber auch: Mit einem typisch zypriotischen Team – grundsätzlich eher dem physisch rustikalen Spiel zugetan – hat AEK Larnaca nichts zu tun: «Wir treffen hier auf eine Multikulti-Truppe.» 17 Ausländer stehen im Team, 10 davon sind Spanier, welche die Philosophie des früheren spanischen Nationalspielers Andoni Iraola am klarsten repräsentieren.

Einmal auch Riesentöter

Gepflegt der Fussball, stark aufs Spielerische ausgerichtet. Iraola ist schon der dritte spanische Trainer seit 2014 und nach Thomas Christensen und Imanol Idiakez. Kein Wunder, spricht man auf Zypern scherzhaft von «Espanyol Larnaca»

In dieser Zeit ist Larnaca zum Fixpunkt in der Europa League geworden. Zum vierten Mal hintereinander spielt der AEK europäisch, einmal schaltete man auch Spartak Moskau aus. In den letzten beiden Jahren war gegen tschechische Teams – Viktoria Pilsen und Slovan Liberec – im Playoff Endstation. Normalerweise trägt der Club seine Heimspiele in Larnaca aus, in der schmucken und neuen AEK Arena, benannt nach Georgios Karapatakis, dem Vater des Vereinspräsidenten. Heute disloziert man aber nach Nikosia, ins GSP-Stadion, das den Status eines Nationalstadions hat.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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