YB-Fans bleiben in Manchester wegen Swiss am Boden

YB-Anhänger bleiben nach dem Champions-League-Spiel in Manchester hängen.

Viele Fragezeichen: Die YB-Fans nach dem Flugausfall in Manchester. (Video: Tamedia)
Sebastian Rieder@RiederSebastian

Als wäre das späte und bittere 0:1 gegen Manchester United nicht schon ärgerlich genug, mussten Hunderte Supporter der Young Boys einen Tag nach der Niederlage auch noch einen Flugausfall wegstecken.

Wegen «technischer Probleme» wurde der Swiss-Flug LX381 am Mittwochabend zuerst um eine Stunde verschoben und schliesslich annulliert. Am Boden waren und blieben auch die vielen YB-Fans, die vom Gate zurück zum Check-in mussten.

Chaos brach aus

Dort brach vor dem einzigen offenen Schalter kurzzeitig das Chaos aus. Der Frust der gestrandeten Fluggäste ging schliesslich in Irritation über. Die Fluggäste wurden auf den nächsten Tag vertröstet und willkürlich auf diverse andere Airlines verteilt.

Noch am Mittwoch schrieb die Swiss in einer E-Mail knapp eine Stunde vor der geplanten Abflugzeit: «Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass einer Ihrer Flüge annulliert wurde. Daher haben wir Sie auf eine andere Lösung umgebucht.»

Personal überfordert

Statt einen neuen Direktflug anzubieten, wurde von der Swiss die Alternative mit Zwischenstopps in Düsseldorf, Frankfurt oder München angeboten – und das mit einem Aufenthalt von mehreren Stunden.

Allerdings liess die Lufthansa-Tochter die Kunden wegen der zusätzlichen Übernachtung in Manchester im Ungewissen. Das Personal am Check-in war mit der Situation sichtlich überfordert und bat die Passagiere, auf eigene Faust ein Hotel zu buchen.

Die Swiss bestätigt die Annulation des Fluges. Alle Passagiere seien auf andere Flüge gebucht worden, aber «wenn 200 Leute gleichzeitig an einem Schalter sind, kommt es zu Wartezeiten», sagt Sprecherin Karin Müller zu 20 Minuten. Die Swiss habe in diesem Fall zwar allen Passagieren Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt, wer aber trotzdem auf eigene Faust ein Hotel gebucht habe, könne auf der Swiss-Website ein Rückerstattungsformular ausfüllen.

Probleme mit den Flugzeugen gab es am Mittwoch schon Stunden zuvor. Bereits am Nachmittag war ein Flug von Manchester nach Zürich annulliert worden.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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