Williams hat es eilig und verärgert Thiem

Der Österreicher muss seine Pressekonferenz abbrechen. Die ausgeschiedene Amerikanerin braucht den Raum.

Ist aufgewühlt: Dominic Thiem wird von Raum zu Raum verschoben und verlässt darauf das Pressezentrum. Video: Eurosport

Wenn Serena Williams etwas zu sagen hat, dann lauscht die Tennis-Welt. Und sie hört noch genauer hin, wenn die Amerikanerin an einem Grand-Slam-Turnier an einer Aussenseiterin scheitert, so geschehen am French Open gegen Landsfrau Sofia Kenin. Williams hatte es nach der Niederlage eilig und eine wie sie setzt man natürlich in den grössten Interview-Raum des Pressezentrums.

Dumm nur, dass da bereits einer sass und über sein – gewonnenes – Spiel plauderte: Dominic Thiem. Nicht irgendwer, gilt er doch als einer der besten Sand-Spieler auf der Tour und damit auch als einer, der irgendwann mal die Nachfolge von Rafael Nadal als Sandkönig antreten könnte. Das ist noch zu wenig für den grossen Interview-Raum, die Durchsage kam um 20.28 Uhr: Alle raus hier.

Thiem war nicht erfreut, «was zur Hölle?», fragte er, er sei ja kein Junior mehr. Der 25-Jährige musste seinen Platz trotzdem räumen und nahm in einem kleineren Raum einen zweiten Anlauf. Dort, so berichtet es eine Korrespondentin von Eurosport, sei aber schon für den Argentinier Juan Martin Del Potro reserviert gewesen. Thiem schnappte sich Handy und Red Bull und verliess das Pressezentrum.

Der Österreicher hatte am Samstag den Uruguayer Pablo Cuevas geschlagen und steht im Achtelfinal. Noch bevor er den Raum verlassen musste, sagte er: «Die Partie war in Ordnung. Es war mit Abstand die beste bis jetzt.» Am Montag trifft Thiem auf die französische Wundertüte Gaël Monfils.

mro

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