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Wie auf Wellen

Roger Federer hat in New York noch nicht zu seinem Spiel gefunden. Er kämpfte sich auch in der zweiten Runde über fünf Sätze zum Sieg und trifft am Samstag auf Feliciano López.

Nachdenklich: Roger Federer.
Nachdenklich: Roger Federer.
Keystone

An seinem 71. Grand Slam startete Roger Federer zum ersten Mal mit zwei 5-Satz-Matchs ins Turnier. Es ist nicht eine Premiere, die der Schweizer angestrebt hat. In der Vergangenheit betonte er oft genug, wie wichtig es sei, in den ersten Runden möglichst wenig Kräfte zu lassen. In den ersten Tagen in New York war er nun aber nicht in der Lage, mit der oft gesehenen Leichtigkeit die ersten Gegner aus dem Weg zu räumen. Schuld daran ist die fehlende Konstanz während der Partien.

Was gegen Frances Tiafoe in der ersten Runde schon aufgefallen war, war gegen Michail Juschni noch deutlicher erkennbar: Federer konnte sein Niveau nicht über die gesamte Partie halten. «Ich spiele nicht so schlecht», bemerkte der Weltranglistendritte. «Es ist bloss, dass es wie in Wellen auf und ab geht während der Matchs.» Gegen Juschni führte er nach 14 Minuten 5:0 und schlug bei 6:1, 5:4 zum Gewinn des zweiten Satzes auf. Auf dieses Hoch folgte ein Tief, das einen Satzrückstand zur Folge hatte.

Der 35-jährige Juschni hat in den letzten 17 Jahren 17-mal gegen Federer gespielt und verloren. Erst als die Bälle des 19-fachen Grand-Slam-Siegers immer öfter ins Out flogen, begann er an den Coup zu glauben und auch gut zu spielen. Für Federer wurde die Partie zum «Krampf». Er durchlebte schwierige Minuten. Im dritten Satz produzierte er 17 unerzwungene Fehler, über die gesamte, über drei Stunden dauernde Partie waren es 68. In den letzten beiden Sätzen etablierte sich Federer dann wieder als der klar bessere Spieler, auch wenn er im vierten Umgang nochmals ein Servicegame abgeben musste, als er zum Satzgewinn aufschlug.

Der Rhythmus fehlt

Die Probleme, die er bekundete, führt Federer auf die gestörte Vorbereitung auf das Turnier ­zurück. Wegen der Rückenbeschwerden, die er auskurieren musste, schlug er zwei Wochen lang kaum Bälle. Nun fehle ihm der Rhythmus. Vieles geht derzeit nicht so leicht von der Hand wie in den vergangenen Monaten. Federer konnte aber festhalten, dass er sowohl körperlich als auch mental auf der Höhe ist. Den kompletten Einbruch, den andere Spieler erleben, wenn es ihnen nicht läuft, konnte er verhindern.

Die Chancen auf einen 20. Grand-Slam-Titel sind weiterhin intakt. «Ich hatte in den ersten Runden mehr Probleme, als ich gehofft hatte. Aber ich bin immer noch im Tableau», sagte Federer. «Ich glaube daran, dass ich noch besser werde und vor allem auch konstanter.» Feliciano López (ATP 35) ist der Drittrundengegner. Die zwölf Begegnungen auf der ATP-Tour gingen alle an den Baselbieter. 4 von 31 Sätzen konnte der Spanier gewinnen.

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