Was geschah in der Garderobe?

Andy Murray behauptet am US Open, Fernando Verdasco habe die Regeln gebrochen. Der Spanier bestreitet dies.

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Adrian Ruch

Für Andy Murray ist das US Open 2018 zu Ende. Die ehemalige Weltnummer 1 unterlag Fernando Verdasco 5:7, 6:2, 4:6, 4:6. Danach schilderte Murray, was sich aus seiner Sicht während des 10-minütigen Unterbruchs nach dem dritten Satz ereignet hatte: «Ich nahm eine Dusche, er ein Eisbad. Als ich aus der Dusche kam, waren sein Coach und ein spanischer Doppelspieler mit Fernando am Plaudern. Es ist nicht erlaubt, mit dem Coach zu sprechen, deshalb ging ich zum Supervisor und erzählte es ihm.»

Der Schotte bezichtigte Verdasco nicht des Betrugs, äusserte aber die Vermutung, dieser habe die Regeln nicht gekannt. Murray kritisierte vielmehr, dass die Vorgaben nicht kontrolliert wurden. «Es handelt sich um eines der grössten Events der Welt. Wenn du Regeln hast, musst du schauen, dass sie eingehalten werden. Es ist nicht fair, wenn der eine Spieler mit seinem Coach reden kann und der andere nicht.»

Was kam ihm Spanisch vor?

Verdasco sagte danach, er kenne die Regeln ganz genau. Er wisse, dass er mit keinem Teammitglied sprechen dürfe. «Ich sah meinen Coach in der Garderobe, aber ich redete kein einziges Wort mit ihm. Ich glaube, er ging auf die Toilette.» Der Spanier berichtete, Marcos Baghdatis habe auch ein Eisbad genommen und er habe sich mit dessen Coach unterhalten, der Spanisch spreche.

Welche Version stimmt oder der Wahrheit zumindest nahe kommt? Wir werden es wohl nie erfahren.


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Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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