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«Scharapowa hat Mut bewiesen»

Novak Djokovic schaltet sich in die Dopingdiskussion um Maria Scharapowa ein. Mit gemischten Gefühlen.

«Maria war immer sehr verantwortungsbewusst und diszipliniert»: Novak Djokovic stärkt Maria Scharapowa moralisch den Rücken.
«Maria war immer sehr verantwortungsbewusst und diszipliniert»: Novak Djokovic stärkt Maria Scharapowa moralisch den Rücken.
Keystone

Während die Französin Kiki Mladenovic der geständigen Dopingsünderin Maria Scharapowa Betrug vorwarf, fand Novak Djokovic auch positive Worte für die Russin. «Ich denke, sie hat mit ihrem Geständnis Mut bewiesen», so der Serbe in Indian Wells. Als Freund tue es ihm leid, was mit Scharapowa passiert sei: «Maria war immer sehr verantwortungsbewusst und diszipliniert. Sie war und ist der Überzeugung, dass sich harte Arbeit auszahlt.» Scharapowa müsse nun aber die Konsequenzen ihres Handelns tragen.

Djokovic steht mit seiner nachsichtigen Haltung in Opposition zu Andy Murray. «Wenn man ein leistungssteigerndes Medikament nimmt und positiv getestet wird, muss man gesperrt werden», erklärte der Brite. Und er setzte noch einen drauf: Dass der Rackethersteller Head, bei dem auch er unter Vertrag steht, die Zusammenarbeit mit Scharapowa sogar noch verlängert habe, sei seltsam.

Aufgabe neben dem Court: Maria Scharapowa schliesst sich einem UBS-Gremium an. (Mai 2017)
Aufgabe neben dem Court: Maria Scharapowa schliesst sich einem UBS-Gremium an. (Mai 2017)
Ettore Ferrari, Keystone
Verschmähte Attraktion: In Stuttgart, Madrid und Rom erhielt Scharapowa eine Wildcard, doch am French Open kann sie nicht antreten. (16. Mai 2017)
Verschmähte Attraktion: In Stuttgart, Madrid und Rom erhielt Scharapowa eine Wildcard, doch am French Open kann sie nicht antreten. (16. Mai 2017)
Keystone
Auf dem Tiefpunkt: Maria Scharapowa verlässt die Pressekonferenz in Los Angeles (7. März 2016).
Auf dem Tiefpunkt: Maria Scharapowa verlässt die Pressekonferenz in Los Angeles (7. März 2016).
Getty Images/Kevork Djansezian
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Die populärste Tennisspielerin der Welt war im Januar positiv auf Meldonium getestet worden. Das Herz- und Kreislaufmedikament, das sie nach eigenen Angaben zwar seit zehn Jahren in kleinen Mengen eingenommen hat, stand in der vergangenen Saison noch nicht auf den Dopinglisten. Überdies betont Scharapowa, sie sei lediglich per Mail über die Änderungen informiert worden und habe die Mitteilung gar nicht erst zur Kenntnis genommen.

Für Djokovic hat nicht nur Scharapowa ein Problem im Umgang mit Medikamenten, sondern der ganze Sport. «Zu viele Athleten glauben, dass eine Medizin oder bestimmte Substanzen ihnen dabei helfen könnten, gesünder zu sein oder sich besser zu fühlen», führte er aus.

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