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Nun wartet Djokovic auf Federer

Beim Masters-1000-Turnier in Rom ist Roger Federer eine Runde weiter. Der Basler besiegte Andreas Seppi mit 6:2, 6:2. Nun kommt es zum Showdown gegen Novak Djokovic.

Hatte das Zepter in der Hand: Roger Federe im Spiel gegen Seppi. (18. Mai 2012)
Hatte das Zepter in der Hand: Roger Federe im Spiel gegen Seppi. (18. Mai 2012)
Keystone

Roger Federer ist am Masters-1000-Turnier in Rom dank einem 6:1, 6:2 gegen Andreas Seppi in die Halbfinals eingezogen. Dort kommt es heute zum Showdown mit Novak Djokovic, der Jo-Wilfried Tsonga (ATP 5) 7:5, 6:1 besiegte.

Es ist das erste Duell der Weltnummern 1 und 2 seit dem US-Open-Halbfinal im letzten September, als Federer nach zwei vergebenen Matchbällen dem 24-jährigen Serben unterlegen war. Im ersten Halbfinal kommt es zum spanischen Aufeinandertreffen zwischen Rafael Nadal (ATP 3) und David Ferrer (ATP 6).

Für Federer war es im neunten Duell mit Seppi (ATP 30) der neunte und gleichzeitig der klarste Sieg. Erst einmal - Anfang des Jahres in Doha, als Federer unter Rückenproblemen litt - war es dem Südtiroler zuvor gelungen, dem Schweizer einen Satz abzunehmen. Im Foro Italico war Seppi, der mit seinem Sieg gegen Stanislas Wawrinka ein Schweizer Duell verhindert hatte, von einem solchen allerdings weit entfernt. Zeitweise wurde er von Federer sogar vorgeführt.

«Das Licht ist etwas merkwürdig»

Auf dem mit mehr als 10'000 Zuschauern ausverkauften Centre Court kam Federer von Beginn an ins Rollen. Federer entschied 15 der ersten 16 Punkte für sich und lag nach 12 Minuten bereits 5:0 in Führung. Erst als er zum Satzgewinn servierte, gab er seine ersten Punkte bei eigenem Aufschlag ab. Mit einem Rückhand-Volley entschied der Schweizer nach knapp 20 Minuten den ersten Satz für sich.

Erst im zweiten Durchgang vermochte Seppi seinem übermächtigen Gegner etwas Paroli zu bieten und ihn in längere Ballwechsel zu verwickeln. Diese gewann Federer aber fast ausnahmslos. Bei 1:0 boten sich Seppi, der vor drei Wochen das Turnier von Belgrad für sich entschieden hatte, sogar zwei Breakchancen zur 2:0-Führung. Danach übernahm aber Federer wieder das Zepter und beendete das Spiel nach 53 Minuten mit einem Servicewinner.

Der Sieg gegen Seppi war bereits Federers zweiter Auftritt zu später Stunde und bei kühleren Temperaturen im Foro Italico. «Das Licht ist etwas merkwürdig, da es nur von der Seite einfällt», so Federer. Dadurch sei der Court nicht überall gleichmässig beleuchtet. Während dem Schweizer gegen Juan Carlos Ferrero die Umstellung vom Tag- in den Nachtmodus noch nicht ganz leicht gefallen war, hatte er gegen Seppi dieses Detail seinem Spiel bereits angepasst.

Die Erfahrung zweier Abendspiele könnte Federer heute helfen, da auch der Halbfinal gegen Djokovic unter Flutlicht stattfinden wird. Es ist das 25. Duell zwischen den beiden, wobei die beiden erstmals überhaupt als Nummern 1 und 2 des Rankings gegeneinander antreten. «Er ist eine grosse Herausforderung», so Djokovic, der sich auf das Aufeinandertreffen mit Federer freut. «Es gibt keine Geheimnisse zwischen uns.» Über Federers Fähigkeiten müsse er keine Worte verlieren, «er hat in unserer Sportart Geschichte geschrieben», so der 24-jährige Titelverteidiger.

Nadal mit Selbstvertrauen

Der Sieger zwischen Federer und Djokovic könnte im Final auf Rafael Nadal treffen. Der fünffache Turniersieger von Rom hinterliess in seinem Viertelfinal gegen Tomas Berdych (ATP 7) einen überzeugenden Eindruck. In gut zwei Stunden besiegte er den Finalisten von Madrid 6:4, 7:5. «Ich habe fantastisch gespielt», so Nadal. Es sei qualitativ eines der besten Spiele seiner Karriere auf Sand gewesen, fügte der Mallorquiner an, der bei seiner achten Teilnahme im Foro Italico zum siebten Mal in den Halbfinals steht. Berdych hatten sich im zweiten Satz mehrere Gelegenheiten geboten, Nadal stärker in Bedrängnis zu bringen. Beim Stand von 4:2 vergab der Tscheche bei eigenem Aufschlag drei Spielbälle zum 5:2.

Im Halbfinal trifft Nadal auf David Ferrer. Dieser siegte gegen Richard Gasquet 7:6, 6:3. Das Aufeinandertreffen der beiden Spanier ist die Neuauflage des Finals von Rom von 2010, den die Weltnummer 3 bei garstigen Bedingungen in zwei Sätzen für sich entschieden hatte. Das letzte Duell der beiden Iberer fand vor drei Wochen im Final in Barcelona statt. Auch jene Partie entschied Nadal nach fünf abgewehrten Satzbällen im ersten Durchgang für sich.

Kerber erstmals in den Top 10

Im Tableau der Frauen qualifizierte sich die Chinesin Li Na (WTA 9) dank einem Zweisatzsieg gegen Dominika Cibulkova (Slk) zum ersten Mal seit ihrem Erfolg am French Open im vergangenen Juni an einem grossen Turnier wieder für die Halbfinals. Dort trifft sie auf Serena Williams (WTA 6), die von der Aufgabe von Flavia Pennetta (It) profitierte und zu ihrem 17. Sieg in Folge kam. Im zweiten Halbfinal spielt Titelverteidigerin Maria Scharapowa (WTA 2) gegen die Deutsche Angelique Kerber (WTA 11), welche die angeschlagene Wimbledonsiegerin Petra Kvitova 7:6, 1:6, 6:1 besiegte. Dank dem Erfolg wird Kerber am nächsten Montag erstmals und als insgesamt siebte Deutsche in den Top 10 des WTA-Rankings erscheinen.

si/kpn

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