Laaksonen ohne Chance, Bencic mit Kurzeinsatz

Gegen die Weltnummer 1 Novak Djokovic bleibt der Schweizer chancenlos. Belinda Bencic gewinnt ihre abgebrochene Partie doch noch.

Der Schweizer Henri Laaksonen unterliegt Novak Djokovic trotz einer ansprechenden Leistung in drei Sätzen. (Video: SRF)

Laaksonen spielte erst zum fünften Mal gegen einen Top-10-Spieler und zum ersten Mal gegen eine Nummer 1. Selten bekommt der 27-jährige Davis-Cup-Spieler die Möglichkeit, sich auf der ganz grossen Bühne zu präsentieren. Am Donnerstag spielte er vor 10'000 Zuschauern im drittgrössten Stadion der Anlage. Nach einem harzigen Start und einem ersten Satz, den er in nur 23 Minuten abgab, zeigte Laaksonen phasenweise seine Qualitäten. Vom Exploit war er aber weit entfernt.

In erster Linie mit der Vorhand konnte Laaksonen einige schöne Punkte gewinnen. Im zweiten Satz gelang ihm sein einziges Break zum 3:3. Die Weltnummer-104 hatte seine starken Momente, in denen er Druck machte. Seine Risikobereitschaft wurde aber nicht immer belohnt. Es schlichen sich etwas zu viele Fehler in sein Spiel ein, um Djokovic über längere Zeit zu fordern. Der Serbe konnte auf das Aufbegehren des Aussenseiters immer umgehend reagieren.

Djokovic nun gegen eine Qualifikanten

Trotz der klaren Niederlage kann Laaksonen mit dem Turnier zufrieden sein. Er schaffte mit etwas Glück die Qualifikation für das Haupttableau und erreichte dann zum erst zweiten Mal in seiner Karriere dank dem souveränen Sieg gegen den Spanier Pedro Martinez die 2. Runde. Neben einem Check von 64'000 Euro erhält Laaksonen auch 45 Weltranglisten-Punkte, die ihn zurück in die Top 100 bringen.

Für Djokovic geht das Turner derweil am Samstag gegen den italienischen Qualifikanten Salvatore Caruso (ATP 147) weiter. Der 26-Jährige feierte in den letzten Tagen seine ersten Siege bei Grand-Slam-Turnieren, zuletzt einen klaren Dreisatz-Erfolg gegen den als Nummer 26 gesetzten Franzosen Gilles Simon.

Bencic in 7 Minuten zum Sieg

Belinda Bencic erreicht zum ersten Mal beim French Open die 3. Runde. Die Ostschweizerin setzt sich gegen die Deutsche Laura Siegemund mit 4:6, 6:4, 6:4 durch. Am Mittwochabend war die Partie zwischen der Weltranglisten-15. aus Wollerau und der um 80 Plätze schlechter klassierten Stuttgarterin beim Stand von 4:4 im dritten Satz wegen Dunkelheit abgebrochen worden. Die Fortsetzung am Donnerstag dauerte nur wenige Minuten und zehn Punkte. Bencic nahm zunächst Siegemund den Service ab und brachte danach ihren Service sicher durch.

Dieser Ball bringt Belinda Bencic den Sieg gegen die Deutsche Laura Siegmund. (Video: Eurosport)

Es war ein unspektakuläres Ende einer spannenden und emotionsgeladenen Partie. Bencic durchlebte eine Achterbahnfahrt. Die 22-Jährige schaffte im ersten Satz zweimal ein Break, gab den Vorsprung aber jeweils umgehend wieder aus der Hand. Im zweiten Umgang lag sie 2:4 zurück, ehe sie sechs Games in Folge gewann und später im Entscheidungssatz sogar 4:1 voraus lag. Während Siegemund zu diesem Zeitpunkt am späten Mittwochabend längst auf den Abbruch der Partie pochte, wollte Bencic sich den Sieg noch sichern. Das ging schief: Die Deutsche machte bis zum Einbruch der Nacht noch drei Games wett.

In der 3. Runde trifft Bencic nun auf die Kroatien Donna Vekic (ATP 24), gegen die sie 2014 zweimal spielte und siegte.

erh/sda

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