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Nervenstarker Federer ringt Tsonga nieder

Roger Federer hatte gegen Jo-Wilfried Tsonga im Achtelfinal von Halle hart zu kämpfen – und war am Ende der glückliche Sieger.

Dieses Ass bringt Federer den Sieg. (Video:SRF)

«Es war die ganze Zeit das gleiche Spiel: Aufschlag, Vorhand, Aufschlag, Vorhand», sagte Roger Federer zum Duell mit Jo-Wilfried Tsonga. Doch er sprach nicht von der Achtelfinal-Partie der beiden in Halle 2019. Was er meinte? Er sprach über das letzte Duell auf Rasen gegen Tsonga. Das war 2011 in Wimbledon und endete mit einem Fünf-Satz-Sieg des Franzosen.

In Halle sah es zu Beginn ähnlich aus. Bei Aufschlag Tsonga hatte Federer kaum Chancen. Und wenn er mal einen Punkt als Returnspieler machte, dann war meist ein Fehler seines Gegners der Grund.

Zur ersten heiklen Situation für Federer kam es im fünften Game, als Tsonga zwei Breakbälle hatte. Doch Federer reagierte souverän: Einem Ass liess der Schweizer drei Punkte folgen und so kam die Weltnummer 3 unbeschadet davon.

Federer dreht das Tiebreak und holt sich den 1. Satz. (Video: SRF)

Auch seine weiteren Aufschlagspiele brachte er durch und kam bei 5:4 zum ersten Satzball. Tsonga wehrte ab und so musste am Schluss das Tiebreak Satz 1 entscheiden. Nach schwachem Start und 0:3-Rückstand drehte der neunfache Halle-Sieger auf und verwertete nach 50 Minuten seinen dritten Satzball.

Eines dummes Break und die Nervenstärke

Satz 2 ging für Federer unerwartet los: Er schaffte gleich im ersten Game das Break. Lange hielt die Führung nicht an.Tsonga glich – trotz vieler Eigenfehler und zwei vergebender Breakchancen – schnell zum 3:3 aus. Doch blieb es im zweiten Durchgang nicht bei den beiden Breaks. Federer kassierte im für ihn dümmsten Moment das dritte zum 4:6-Satzverlust.

Tsonga breakt Federer und schnappt sich Satz 2. (Video: SRF)

Der Entscheidungssatz begann ausgeglichen. Federer hatte deutlich mehr Mühe als sein Gegenüber, seine Aufschlagspiele durchzubringen. Er geriet oft unter Druck, konnte sich aber in den wichtigen Momenten steigern. So auch beim Stand von 2:3 und Breakball Tsonga. Auf einen Fehler seines Gegners liess er zwei Service-Winner folgen.

Federer musste in der Folge lange auf seine Chance warten. Doch sie kam und er nutzte sie. Bei 5:5 kam er zu drei Breakbällen und nutzte seinen zweiten. Dann bewies er Nervenstärke und beendete die Partie mit einem Ass zum 7:5.

Der Sieger zeigte sich sichtlich erleichtert: «Am Schluss war es sehr, sehr knapp. Ich habe gekämpft, bin dran geblieben und habe vielleicht doch auch ein bisschen verdient gewonnen.»

Klare Bilanz gegen nächsten Gegner

Im Viertelfinal wartet auf den Publikumsliebling von Halle Roberto Bautista Agut. Der Spanier setzte sich in der zweiten Runde ebenfalls gegen einen Franzosen durch. Er schlug Richard Gasquet 6:1, 6:4. Federer führt im direkten Vergleich der beiden 8:0. Das bisher einzige Duell auf Rasen liegt vier Jahre zurück. In Wimbledon siegte der Schweizer in drei Sätzen.

Federer sprach nach dem Sieg gegen Tsonga von einem schweren Tableau in Halle. Und über seinen nächsten Gegner: «Er ist gut auf den schnellen Belägen. Es wird mehr Ballwechsel geben, mehr Möglichkeiten für mich, das Spiel zu machen. Aber es wird nicht einfach gegen ihn.»

Die Partie gegen Bautista Agut findet am Freitag nicht vor 17.30 Uhr statt.

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